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'Es lag an uns'

Nach Youth-League-Aus die richtigen Schlüsse ziehen

Als der serbische Schiedsrichter Danilo Grujić die Partie abpfeift, überwiegt die Enttäuschung. Mit gesenkten Köpfen verlassen die jungen Kicker des FC Bayern das Spielfeld des Stadions an der Grünwalder Straße. Für dieses Spiel hatten sie sich doch so viel vorgenommen. Nun aber ist es amtlich: Die 0:1-Niederlage gegen Olympiakos Piräus besiegelt das Aus der U19-Junioren des deutschen Rekordmeisters in der UEFA Youth League.

Lediglich einen Zähler holte das Team von Trainer Holger Seitz aus den bisherigen fünf Partien. Deutlich zu wenig, um im Kampf ums Weiterkommen ein Wörtchen mitzureden. „Uns wurde aufgezeigt, dass wir in Eins-gegen-Eins-Situationen offensiv und insbesondere auch defensiv Nachholbedarf gegenüber anderen Teams haben“, zeigt der FCB-Coach die Defizite auf. „Darüber hinaus haben wir die teilweise sehr guten Möglichkeiten, die wir uns erspielt haben, zu selten konsequent genutzt.“

'Jeder Spieler profitiert sehr von diesem Wettbewerb'

Dabei keimte zuletzt noch einmal ein kleines Fünkchen Hoffnung auf. Nach drei Niederlagen zum Start in Piräus (0:1) gegen Dinamo Zagreb (1:2) und beim FC Arsenal (0:2) erkämpften sich die Münchner Anfang November im Rückspiel gegen die Londoner dank einer starken Leistung den ersten Punktgewinn.

Bereits vor den abschließenden Partien gegen Piräus und Zagreb war jedoch klar: An den letzten beiden Spieltagen hätte alles für die Bayern laufen müssen, damit die erstmalige Qualifikation für die K.o.-Runde noch möglich gewesen wäre. Durch die Heimniederlage gegen Piräus erstickte die letzte Resthoffnung aufs Weiterkommen aber endgültig.

„Letztendlich lag es an uns, dass wir mehr individuelle Fehler und zu wenig aus unseren Chancen gemacht haben. Dennoch lügt die Tabelle nicht“, hadert Seitz mit dem vorzeitigen Ausscheiden. In der Tat war für sein Team besonders in den Hinspielen gegen die Griechen und den FC Arsenal mehr drin. In Piräus entschied ein individueller Fehler kurz vor Schluss die Partie, in London ließen die Münchner zwei Großchancen liegen und gerieten dann durch einen Sonntagsschuss in Rückstand.

Trotz des Ausscheidens hebt Seitz auch die positiven Aspekte vor. „Jeder Spieler profitiert sehr von diesem Wettbewerb“, sagt der Bayern-Trainer. Es gehe darum, aus den Partien „die richtigen Schlüsse zu ziehen und in die tägliche Arbeit einfließen zu lassen, um eine kontinuierliche, individuelle Weiterentwicklung der Spieler gewährleisten zu können.“

Zum Abschluss der diesjährigen Youth League gastieren die Münchner am Mittwoch, 9. Dezember, um 14 Uhr bei Dinamo Zagreb. Für die Kroaten, die bereits sicher weiter sind, geht es noch um den Gruppensieg und somit um die direkte Qualifikation für das Achtelfinale.

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