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'Es wird schwierig'

Setzt Arsenal wieder auf Konter?

Es war schon ein bisschen überraschend, wie der FC Arsenal in Spiel eins gegen den FC Bayern vor zwei Wochen auftrat: Das so spielstarke Team von Arsene Wenger zog sich - vor heimischem Publikum - komplett in die eigene Hälfte zurück (27 Prozent Ballbesitz) und versuchte, die dominanten Bayern mit Konterfußball zu bezwingen. Es gelang. Weil Arsenal blitzschnell, präzise und effizient umschaltete. Und weil dem FCB offensiv der letzte Punch fehlte. Geht diese Taktik am Mittwochabend in der Allianz Arena ein zweites Mal auf? Oder wagt der Tabellenzweite der englischen Premier League diesmal mehr?

Karl-Heinz Rummenigge erwartet „Arsenal wieder sehr defensiv eingestellt“. Darauf müsse man sich einstellen, so der Vorstandschef. „Wir sollten nicht lamentieren, sondern so spielen wie gegen Köln und Wolfsburg und Mittel finden gegen solche Bollwerke.“ Auch die Aussagen der Arsenal-Verantwortlichen lassen auf eine erneute Defensiv-Konter-Taktik schließen. „Wir müssen genauso diszipliniert spielen wie im Hinspiel“, forderte Mesut Özil, „dann können wir jeder Mannschaft gefährlich werden - auch den Bayern.“

Einige Leistungsträger verletzt

Arsenal, das in der Liga die letzten fünf Spiele gewonnen hat, machte sich am Dienstagnachmittag nach dem Abschlusstraining, das noch in London stattfand, auf den Weg nach München - und zwar ohne einige Leistungsträger. Theo Walcott, Alex Oxlade-Chamberlain, Aaron Ramsey (alle Muskelverletzungen), Jack Wilshere (Haarriss im linken Wadenbein), Mikel Arteta (Knöchelprobleme) und Danny Welbeck (Knie-OP) stehen allesamt nicht zur Verfügung. Zudem fällt kurzfristig auch noch Rechtsverteidiger Hector Bellerin aus, wie Wenger am Abend auf der Pressekonferenz in der Arena verriet.

 „Sie sind trotzdem stark genug“, glaubt Pep Guardiola, „wenn unser Angriffspressing gut ist, werden sie lange Bälle auf Giroud spielen. Und wenn sie diese Bälle gewinnen, haben sie die Qualität, um zu spielen.“ Die Bayern sind also gewarnt. Doch auch Arsenal weiß natürlich um die Stärken der Münchner. „Sie haben eine große Mannschaft“, so Coach Wenger, „jeder Spieler kann den Unterschied machen. Aber wir haben schon überall gewonnen in Europa, auch hier. Es wird eine gute Herausforderung für uns.“

Einer seiner Schlüsselspieler in der Offensive ist der deutsche Weltmeister Özil, der beim lockeren 3:0-Sieg der Gunners im letzten Spiel bei Swansea City zwei Tore vorbereitete und im Hinspiel gegen den FCB das entscheidende 2:0 erzielte. „Es wird sehr, sehr spannend“, vermutet Özil, „wir wissen ganz genau, wie stark Bayern ist. Sie gehören zu den Favoriten in der Champions League, aber wir fahren nach München, um wieder drei Punkte zu holen.“

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