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'Energie' hat gefehlt

Harte Arbeit gegen 'sehr gute' Ingolstädter

Arsenal? Borussia Dortmund? Oder der VfL Wolfsburg? Nein, Aufsteiger FC Ingolstadt erwies sich in der ersten Halbserie als „die beste Mannschaft“ in der Allianz Arena, so Pep Guardiola. Die Bayern hatten im letzten Ligaheimspiel des Jahres am Samstagnachmittag allerhand zu tun, ehe Robert Lewandowski (65. Minute) den Weg zur 21. Herbstmeisterschaft ebnete. Philipp Lahm sorgte wenig später (75.) mit einem seiner seltenen Tore für die Entscheidung. 2:0, einmal richtig durchatmen!

„Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass wir nicht mit Energie Fußball gespielt haben. Es hat ein bisschen was gefehlt bei uns“, meinte Lahm, „dann kann es auch mal so aussehen wie in der ersten Halbzeit.“ Der FCI spielte mutig und zog ein aggressives Pressing auf, das die Bayern kaum aus der eigenen Hälfte herauskombinieren ließ, längere Ballstafetten wurden so im Keim erstickt. „Ingolstadt hat es ähnlich gemacht wie wir meistens“, analysierte Manuel Neuer, der sein Team mit einigen starken Paraden vor einem Rückstand bewahrte.

Matthias Sammer machte ein mentales Problem aus: „Wir waren inhaltlich vorbereitet, aber in der ersten Halbzeit geistig nicht bereit, es anzunehmen. Wir waren gedanklich nicht schnell genug. Ingolstadt hat es sehr gut gemacht.“ Der Sportvorstand lobte aber gleichzeitig auch die Führungsspieler, die dann „vorangegangen“ seien und für die Wende sorgten. „Manu hat uns im Spiel gehalten, der Captain das Tor gemacht und Thomas das Ding vorbereitet.“

Lewandowski jagt Aubameyang

Dazu kam ein starker Lewandowski, der schon vor der Pause die größte Bayern-Chance hatte. „Mein Tor kam zum perfekten Moment, es war sehr wichtig“, sagte der Pole, „wir hatten ein paar Probleme, aber manchmal muss du ruhig bleiben.“ Lewandowski hat nun bereits 15 Bundesligatore auf dem Konto, 14 davon erzielte er in der zweiten Halbzeit. Vorbereiter war Abwehrchef Jérôme Boateng, der bereits seinen dritten Assist in dieser Saison sammelte.

Unter dem Strich, daran gibt es auch nichts zu deuteln, fuhren die Bayern dann doch noch einen verdienten Heimsieg ein. „Die Punkte sind wichtig“, weiß Sammer, nachdem der FCB am letzten Wochenende in Gladbach die erste Niederlage kassiert hatte. „Es ist ein gutes Gefühl, über Weihnachten und Neujahr ganz oben zu stehen“, weiß Lahm. Ein noch besseres wäre es, auch im DFB-Pokal zu überwintern. Dafür muss am Dienstagabend (20:30 Uhr) mit Darmstadt der nächste Aufsteiger in der Arena geknackt werden.

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