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Hinrundenrückblick Amateure

Vogel: 'Im Großen und Ganzen nicht unzufrieden'

Der Sieg im Topspiel war so nah. In Minute 83 brachte Patrick Weihrauch die Amateure des FC Bayern beim SSV Jahn Regensburg per Freistoß in Front. Es wäre ein großer Satz in Richtung Tabellenspitze gewesen. Die beiden Teams lieferten sich bis dato ein enges Rennen um Platz eins in der Regionalliga Bayern. In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang Oliver Hein aber noch der Ausgleich für die Regensburger, die damit nach dem 14. Spieltag ihren Acht-Punkte-Vorsprung auf die Münchner - die allerdings noch zwei Nachholspiele zu bestreiten hatten - verteidigten.

Dem 1:1 in Regensburg folgte ein Bruch im weiteren Saisonverlauf bis zur Winterpause. Nach zuvor 24 Punkten aus elf Spielen gelang dem Team von Trainer Heiko Vogel lediglich ein Sieg in den folgenden acht Partien. Die Münchner sind durch diese Schwächephase in der Tabelle auf den sechsten Rang abgerutscht. Da allerdings auch die anderen Mannschaften in der Spitzengruppe immer wieder überraschend Punkte liegen ließen, gehen die Amateure mit neun Zählern Rückstand und einem Spiel weniger als Tabellenführer Wacker Burghausen in die Winterpause.

Guter Saisonstart

„Wir sind gut in die Saison gestartet, hatten dann aber zuletzt einen Hänger“, resümierte Vogel die Leistungen seiner Elf in seinem ersten Jahr als Cheftrainer der Bayern-Amateure. „Das eine oder andere Ergebnis hätte natürlich besser ausfallen müssen. Die Jungs haben in der Hinrunde einige schwierige Situationen zu bewältigen gehabt, da war es nicht einfach, für jedes Spiel immer maximal fokussiert zu sein“, meinte Vogel, der „im Großen und Ganzen nicht unzufrieden“ mit dem bisherigen Saisonverlauf ist.

Richtig glücklich ist der Coach nach nur einem Sieg aus den letzten zehn Spielen vor der Winterpause aber auch nicht, daraus macht Vogel keinen Hehl. Schließlich lautete das vor der Saison ausgegebene Ziel klar: Aufstieg in die 3. Liga. Der Start in die neue Spielzeit verlief dann auch vielversprechend. Zwei Unentschieden gegen den FV Illertissen (1:1) und den TSV 1860 II (0:0) ließ sein junges Team fünf Siege in Serie folgen, darunter der 3:2-Heimerfolg gegen den aktuellen Spitzenreiter aus Burghausen.

Einbruch nach Spitzenspiel

Selbst durch die zwischenzeitliche erste Niederlage gegen die Reserve des 1. FC Nürnberg (1:2) ließ sich die Vogel-Elf nicht aus der Spur bringen und hielt stets Tuchfühlung zur Tabellenspitze, an der Regensburg lange Zeit vorneweg marschierte. Und auch beim Gastspiel in der Oberpfalz überzeugte die Vogel-Elf, war über 90 Minuten die bessere Mannschaft, musste sich am Ende aber mit der unglücklichen Punkteteilung zufrieden geben.

„Vor dem Spiel hätten wir das 1:1 auswärts beim Spitzenreiter sicher gerne mitgenommen. Bei dem Verlauf ist es aber natürlich schon ärgerlich“, sagte Vogel, der nach der Partie vor allem von den ersten 60 Minuten beeidruckt war: „Das war das Beste, was wir in dieser Saison gezeigt haben.“ Umso unerklärlicher war auch für Vogel der Einbruch in den folgenden Wochen, in denen die Amateure lediglich sechs Punkte in fünf Spielen holten.

Positiver Abschluss gegen Haching

Den negativen Höhepunkt dieser Phase stellten die beiden Niederlagen Ende November im Derby gegen den TSV 1860 II (0:2) und beim TSV Buchbach (2:3) dar, nach denen Vogel auch nicht mit deutlicher Kritik sparte. Dass seine Worte auf offene Ohren gestoßen sind, zeigte das letzte Spiel vor der Winterpause gegen die SpVgg Unterhaching, in dem seine Mannschaft dank einer deutlichen Leistungssteigerung ein 1:1 erkämpfte.

„Das war eines der besten Spiele der letzten Wochen. Es war kein leichter Gegner, er hat uns alles abverlangt. Die Mannschaft hat zum Abschluss nochmal alles rausgehauen und gut dagegengehalten“, lobte Vogel. Mit diesem kleinen Erfolgserlebnis gegen den DFB-Achtelfinalisten aus Unterhaching gingen die Amateure in die Winterpause. Am 7. Januar nimmt die Reserve des FCB die Vorbereitung auf die Rückserie auf, in der sie noch einmal zum Angriff blasen möchte. Heiko Vogel: „Es ist noch alles möglich. Natürlich ist die Meisterschaft ein großes Ziel und so lange das Ziel noch erreichbar ist, kämpfen wir dafür.“

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