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'Danke für alles'

FC Bayern beschert sich und seine Fans

Der Höhepunkt des Abends kam am Schluss: Mit einer weihnachtlichen Lasershow und einem Spruchband im XXL-Format verabschiedeten sich die Profis des FC Bayern am Dienstagabend von ihren Fans in der heimischen Allianz Arena. „Danke für alles“ lautete die Botschaft an die Anhänger des Rekordmeisters, der beim knappen, aber verdienten 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den SV Darmstadt 98 im DFB-Pokal-Achtelfinale auch das 13. Heimspiel der Saison siegreich gestaltete.

Ein fußballerisches Feuerwerk wie die meisten der vorangegangenen zwölf Partien war das Duell mit den Lilien allerdings nicht. „Das war keine Gala-Vorstellung mit fünf oder sechs Toren, aber wir können gut damit leben“, bemerkte Thomas Müller nach dem Schlusspfiff in der erstmals seit langer Zeit nicht ausverkauften Arena (72.500 Zuschauer) und ergänzte: „Ein 1:0-Sieg fühlt sich auch gar nicht so schlecht an. Ich gehe zufrieden nach Hause.“

Nur Alonso trifft

Ein sehenswerter Distanzschuss von Xabi Alonso aus rund 35 Metern machte in der 40. Minute den Viertelfinaleinzug des Rekordchampions perfekt. „Ein Weltklasse-Tor. Ein unglaubliches Tor“, urteilte Robert Lewandowski hinterher über den ersten Saisontreffer des spanischen Welt- und Europameisters. „Das war kein hervorragendes Spiel, aber am wichtigsten ist, dass wir in der nächsten Runde stehen. Das ist alles, was wir wollten“, räumte Lewandowski ein.

Gegen die sehr defensiv eingestellten Darmstädter, die wie Kapitän Philipp Lahm analysierte „teilweise mit Sechserkette“ verteidigt haben, taten sich die Gastgeber schwer, zu klaren Torchancen zu kommen. „Es nicht einfach, wenn der Gegner mit allen Spieler hinten drin steht“, meinte auch Trainer Pep Guardiola, der sich am Ende aber dennoch „sehr zufrieden“ darüber zeigte, dass seine Mannschaft auch im DFB-Pokal überwintert.

Mit letzter Kraft in die Winterpause

„Für ein 1:0 war es recht aktiv auf dem Platz. Es war aufreibend gegen unangenehme Darmstädter“, meinte Müller nach einer „intensiv“ geführten Partie. Dabei war vor allem auf Seiten des FCB erkennbar, wie wichtig die nahende Winterpause ist. Der Kräfteverschleiß der letzten Wochen macht sich mehr und mehr bemerkbar, zumal personelle Alternativen aufgrund von zahlreichen Verletzungen Mangelware sind. Gegen Darmstadt standen Guardiola gerade einmal 16 einsatzfähige Spieler zur Verfügung.

Ein „bisschen anstrengend“ seien die letzten Wochen gewesen, erklärte Lewandowski. „Der Zustand der Spieler ist nicht so perfekt, weil wir einfach viel gespielt haben. Vor allem in den letzten Wochen hatten wir wenig Möglichkeiten, zu rotieren. Das merkt man den Spielern an“, betonte auch Philipp Lahm. Und Guardiola hofft nur, „dass die Verletzten nach der Winterpause wiederkommen“.

So richtet sich der Blick bei den Münchnern nach dem erfolgreichen Jahresabschluss dahoam auf die nun allerletzte Partie am kommenden Samstag bei Hannover 96. „Wir haben jetzt noch ein Spiel und müssen alles geben, was wir noch haben“, forderte Lewandowski, noch einmal alle Kräfte zu bündeln. Müller dachte derweil schon etwas weihnachtlicher: „Wenn man sich im Vorfeld was wünschen kann, würde ich die drei Punkte nehmen am Samstag.“

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