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Interview

Falknor: 'Ich habe noch nie so viel Talent gesehen'

Sie ist das neue Gesicht bei den FC Bayern Frauen: Claire Falknor, 22 Jahre. Die US U23-Nationalverteidigerin kommt vom College-Team der University of Florida und unterschrieb in München einen Vertag bis Juni 2017. Im Interview spricht sie über den Wechsel, ihre neues Team und ihre Deutsch-Kenntnisse.

Das Interview mit Claire Falknor:

Willkommen beim FC Bayern, Claire! Wie war die Umstellung vom sonnigen Florida auf das winterliche München?
Ich bin ja in Ohio aufgewachsen. Dort gibt es auch Schnee, auch wenn es dort nicht so hartnäckig kalt ist wie hier. Aber ich wollte ja etwas Neues. (lacht)

Was haben deine Eltern gesagt, als du Ihnen von deinem Wechsel nach München erzählt hast?
Sie haben sich sehr für mich gefreut. Ich bin jetzt in einem Teil der Welt, wo weder ich noch sie je waren. Und dann auch noch bei so einem renommierten Klub. Das ist eine tolle Erfahrung für mich - und meine Eltern planen schon einen Besuch im März.

Wie war deine Reaktion, als du vom Interesse des FC Bayern gehört hast?
Ich war total aufgeregt. Letztes Frühjahr habe ich mit meinem Team von der University of Florida gegen Bayern gespielt. Da hat ich mich diese Mannschaft begeistert mit ihrer Art von Fußball. Ich bin wirklich dankbar, dass ich jetzt hier sein darf.

Ein Wechsel nach Europa ist sicherlich kein einfacher Schritt...
Natürlich wäre es einfacher gewesen, in den USA zu bleiben. Aber ich wollte mich verändern, mich weiterentwickeln. Der Fußball hier ist viel technischer und taktischer als in den USA, mehr auf Ballbesitz ausgerichtet, jeder ist stark mit dem Ball am Fuß. So will ich auch Fußball spielen.

Wie würdest du dich als Fußballerin beschreiben?
Früher habe ich im Mittelfeld und im Sturm gespielt, in den letzten Jahren im Abwehrzentrum. Eigentlich bin ich nicht groß genug für diese Position, doch ich kann gut ein Spiel lesen, bin aggressiv und mag die physischen Aspekte des Spiels. Außerdem habe ich gern den Ball am Fuß.

Wie sind deine ersten Eindrücke vom Training?
Ich habe noch nie so viel Talent gesehen. Im Training machen wir viel auf engem Raum, mit hoher Geschwindigkeit und wenigen Ballkontakten. Man muss vorausdenken, ehe man den Ball bekommt. Daran muss ich mich erstmal gewöhnen. Der Trainer ist klasse. Er hat einen tollen Draht zur Mannschaft und hilft mir bei der Eingewöhnung. Auch alle anderen haben mich toll aufgenommen.

Und wie steht’s um deine Deutsch-Kenntnisse?
Ich hatte Deutsch-Unterricht an der High School. Aber ich muss zugeben: Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal brauchen würde. (lacht) Im Moment helfen mir ein Wörterbuch und Gina (Lewandowski, Anm. d. Red.). Aber auch alle anderen versuchen ihr Bestes. Ich denke, ich werde bald Unterricht nehmen.

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