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Gefährliches Duo

Lewandowski und Müller knüpfen an Hinrunde an

Bruno Labbadia muss es wissen. 204 Treffer erzielte der frühere Angreifer in seiner aktiven Zeit als Profi in der ersten (103) und zweiten (101) Liga. 28 davon gelangen ihm für den FC Bayern, für den er zwischen 1991 und 1994 auf Torejagd ging. Der 49-Jährige kennt sich also aus, wenn es um Stürmer, Tore und Strafräume geht. So verwundert es auch wenig, dass Labbadia kürzlich Robert Lewandowski neben Edinson Cavani und Luis Suarez zu einem seiner drei Lieblingsstürmer auserkor.

„Robert ist ein unglaublich kompletter Stürmer“, sagte Labbadia und attestierte dem Polen „herausragende Qualitäten“. Ob er seine Meinung nach der 1:2-Niederlage seines Hamburger SV beim Rückrundenstart gegen den FCB am Freitagabend revidiert hat, ist nicht bekannt. Zu verdenken wäre es ihm jedoch nicht. Schließlich war es ausgerechnet Lewandowski, der dem Rekordmeister mit seinen beiden Treffern in der 37. und 61. Minute einen gelungenen Pflichtspielstart ins Jahr 2016 bescherte.

50 Tore in 76 Spielen

„Wir wissen, dass er ein exzellenter Spieler ist. Er ist sehr wichtig für uns“, sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm nach dem Auftaktsieg in der Hansestadt über seinen Mannschaftskollegen, der mit seinen Saisontreffern 16 und 17 schon jetzt seine Marke aus der gesamten Vorsaison erreicht hat. Das Siegtor zum 2:1 war zudem Lewandowskis 50. Pflichtspieltor für den FCB im erst 76. Spiel.

Zwar lief noch nicht alles ganz rund beim FC Bayern im ersten Spiel nach der Winterpause, doch Polens Sportler des Jahres 2015 knüpfte nahtlos an seine Leistungen aus der Hinrunde an und war nicht nur wegen seiner beiden Treffer einer der auffälligsten Akteure im FCB-Trikot. Insgesamt acht Mal zielte er auf das Gehäuse des HSV, wann immer der 27-Jährige am Ball war, versprühte er Torgefahr.

65 Prozent der FCB-Tore

Aber nicht nur Lewandowski erwischte einen guten Start ins Fußballjahr 2016, auch Thomas Müller konnte auf einen gelungenen Arbeitstag zurückblicken. „Aus meiner Sicht hätte es nicht besser laufen können, ich bin zufrieden“, meinte Müller, der erst den Foulelfmeter zum 1:0 herausholte und dann auch noch die Vorarbeit zum 2:1 lieferte. Müllers sechster Assist in der laufenden Saison, davon der vierte für Lewandowski.

„Wir haben viele Spiele zusammen gespielt und verstehen uns sehr gut“, hatte Lewy im Vorfeld des HSV-Spiels über seinen Mitspieler gesagt. „Wir müssen nicht viel sprechen, jeder weiß vom anderen, wie er spielt und wie er läuft“, ergänzte er. Ein Verständnis, das für die kommenden Wochen noch einiges erwarten lässt. Denn mit nun 31 Toren erzielte das Duo knapp 65 Prozent der bisherigen FCB-Treffer. Bruno Labbadia könnte seine Top-3-Liste demnächst nochmal überdenken.

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