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Gegen WM-Aufstockung

Rummenigge bei ECA-Generalversammlung in Paris

Am Dienstag endete in Paris die 16. Generalversammlung der von Karl-Heinz Rummenigge als Präsident geführten European Club Association (ECA). Bayerns Vorstandsvorsitzender sprach sich unter anderem gegen eine Aufstockung der Weltmeisterschaft auf 40 Mannschaften aus. Die „gesunde Bilanz“ zwischen Vereinsfußball und den Nationalmannschaften dürfe „nicht riskiert werden“, so der ECA-Präsident. Stellvertreter Umberto Gandini pflichtete dem bei: „Diese Idee gefällt uns nicht.“ Die europäischen Vereine würden die Hauptakteure einer WM stellen und bezahlen. Zusätzliche Belastungen seien nicht akzeptabel.

Ein größeres WM-Teilnehmerfeld war von der FIFA-Reformkommission vom Turnier 2026 an vorgeschlagen worden. Auch Präsidentschaftskandidat Gianni Infantino ist für acht weitere WM-Starter. Trotz eines Dissenses in dieser Sache sprachen sich die ECA-Mitglieder für Infantino als künftigen FIFA-Präsidenten aus. „Wir haben keine Stimme, aber im Sinne des 'Spirit of Football' unterstützen wir Gianni Infantino“, so Rummenigge.

Rummenigge und die ECA forderten zudem von der FIFA noch mehr Mitspracherecht für Klubs bei Themen, die den Profifußball unmittelbar betreffen. „Das Fußballspiel an sich muss wieder weiter in den Vordergrund gerückt werden“, heißt es in der Pressemitteilung der ECA.

Entschädigungszahlungen beschlossen

Die Teilnehmer der Generalversammlung diskutierten auch über die Zukunft der UEFA-Wettbewerbe Champions League und Europa League. Rummenigge dazu: „Ich glaube daran, dass ECA und UEFA an einer Weiterentwicklung der Wettbewerbe interessiert sind. Stillstand bedeutet Rückschritt. Wir haben immer gemeinsam über Verbesserungsmöglichkeiten nachgedacht. Es ist wichtig, dass wir eine gute Lösung für alle Seiten finden.“

Bereits eine Lösung gefunden wurde mit der UEFA bei einem anderen Thema: So können die Bundesligisten bei der anstehenden Europameisterschaft im Sommer mit rund 100 Millionen Euro an Entschädigungszahlungen kalkulieren. Gezahlt wird der Tagessatz 14 Tage vor dem ersten Spiel jedes Teams bis zum Tag nach dem Turnier-Aus. Heißt: Jeder Verein, der einen DFB-Akteur abstellt, würde somit zum Beispiel bei einem deutschen Finaleinzug rund 250.000 Euro pro Spieler bekommen. Der genaue Betrag ist erst nach dem Turnier kalkulierbar, da Klubs aus Top-Ligen wie der Bundesliga höher entschädigt werden als Vereine weniger erfolgreicher Ligen (Island, Slowakei).

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