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Freude über Ribérys Comeback

'Mit Franck sind wir eine noch stärkere Mannschaft'

In der 53. Minute erreichte der Lärmpegel in der Allianz Arena beim Heimspiel gegen Darmstadt (3:1) seinen vorläufigen Höhepunkt. Franck Ribéry kam an die Seitenlinie, wartete auf seinen Landsmann Kingsley Coman, für den er nun eingewechselt werden sollte, klatschte den Youngster ab und sprintete unter dem Jubel der Bayern-Fans auf den Platz. 347 lange Tage hatte Ribéry auf diesen Moment warten müssen – nun hatte das Warten nach über elf Monaten endlich ein Ende!

„Es war schön“, war der Franzose glücklich nach seiner Rückkehr in die Arena, die er als Spieler zuletzt am 11. März 2015 beim 7:0 gegen Schachtar Donezk in Jubelstürme versetzen konnte. „Ich habe hier lange nicht gespielt. Das habe ich vermisst. Es hat Spaß gemacht!“ Schon bei der Ankunft hatte Ribéry jeden Ordner per Handschlag begrüßt und selbstbewusst in die TV- und Foto-Kameras gegrüßt, frei nach dem Motto: Seht her, ich bin wieder da!

Und dieses Gefühl brachte Ribéry auch auf den Platz. „Als er reinkam, haben wir schon ein großes Stück davon profitiert“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Er hat auf der Seite für den Wirbel gesorgt, den wir gebraucht haben, um das Spiel zu drehen.“ Vier Torschüsse hatte der Franzose gegen den tapferen Aufsteiger vorbereitet – niemand auf dem Platz mehr! Einen davon verwandelte Robert Lewandowski zum entscheidenden 3:1 in der 84. Minute.

'Jetzt muss er nur gesund bleiben!'

„Es ist sehr gut, dass Franck wieder zurück ist. Er kann jede Minute, jede Sekunde etwas zeigen“, freute sich auch der Pole über Ribérys Comeback nach 73 Tagen. Seinen bis dahin letzten Einsatz hatte der Franzose beim 2:0-Sieg bei Dinamo Zagreb, wo er sich einen Muskelbündelriss zuzog. Vorbei! „Er fühlt sich wohl, er hat gar keine Probleme, das Spiel heute hat ihm sicherlich auch Selbstvertrauen gegeben“, so Rummenigge. Und auch wenn Ribéry noch „Spiele und Rhythmus“ braucht, wie er sagt, weiß Lewandowski: „Mit ihm sind wir eine noch stärkere Mannschaft.“

Das sahen auch die Fans. Minutenlang haben sie ihren König Franck besungen, den der Empfang der Bayern-Anhänger „sehr glücklich“ machte. „Mein Verhältnis zu den Fans ist immer super“, freute sich Ribéry, der nach Abpfiff auf die Südkurve zumarschierte und sein Trikot in die Kurve warf – beobachtet vom Doppeltorschützen Thomas Müller. „Franck hat gezeigt, was er drauf hat. Er hat keine Qualität verloren. Jetzt muss er nur gesund bleiben!“ Pep Guardiola ahnt: „Wir brauchen Franck!“ Womöglich schon in Turin.

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