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Rückkehr nach München

Kovac: 'Zwei Köpfe wissen mehr als einer'

In der Allianz Arena kennen sich Niko und Robert Kovac bestens aus. Immer wieder waren die Brüder zu Gast im Wohnzimmer des FC Bayern, wo sie den deutschen Rekordmeister von der Tribüne aus beobachteten. Am Samstag wird die Perspektive freilich eine andere sein: Beim Gastspiel ihres neuen Klubs Eintracht Frankfurt (Samstag, 15:30 Uhr) nehmen die früheren Münchner Profis auf der Bank Platz.

„Es war schon immer eines unserer Ziele, eines Tages einen Bundesligaverein zu trainieren“, erzählte Robert Kovac dem Bayern-Magazin, das den früheren Innenverteidiger vor dem Frankfurt-Spiel ausgiebig interviewte. Zuletzt waren die Kovac-Brüder bis September 2015 für die kroatische Nationalelf verantwortlich –  jetzt also für die Eintracht! „Dass es nun so schnell funktioniert hat, ist für Niko und mich schon überraschend. Umso mehr freue ich mich auf die Rückkehr in meine alte sportliche Heimat.“

Niko, zwischen 2001 und 2003 beim FCB, und Robert Kovac (2001-2005) sind das erste Brüderpaar auf der Trainerbank eines Bundesliga-Klubs seit 15 Jahren. Zuletzt hatten Friedhelm und Wolfgang Funkel 2001 gemeinsam für Hansa Rostock gearbeitet. „Robbie und ich entscheiden vieles gemeinsam. Zwei Köpfe wissen mehr als einer, und vier Augen sehen mehr als zwei“, weiß Niko Kovac. Klar ist aber auch: „Vor die Mannschaft trete ich. An der Seitenlinie darf auch nur einer stehen.“

Drähte nach München noch heiß

Der Chefcoach des Tabellenvorletzten sieht am Samstag eine „sehr, sehr, sehr schwierige Aufgabe“ auf seine Frankfurter zukommen. Dass die Münchner vor den anstehenden englischen Wochen bereits auf das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Benfica Lissabon schielen, glauben die Kovac-Brüder nicht: „Auf keinen Fall!“, so Robert, „die Bayern-Spieler haben eine sehr professionelle Einstellung, und wenn man in diesem Verein spielt, zählt nur der Erfolg.“

Das haben die Kovac-Brüder in ihrer Spielerzeit hautnah erlebt. „Mit dem FC Bayern habe ich in meiner Karriere die meisten Titel geholt“, erinnert sich Robert, der mit den Münchnern zweimal das Double (2004, 2005) und den Weltpokal (2001) gewann. „Insofern ist München schon eine ganz besondere Station in meiner Karriere.“ Die Drähte an die Säbener Straße glühen nach wie vor: „Ich habe noch Kontakt zu Raimond Aumann und zu vielen aus dem Funktionsteam. Ab und zu telefoniere ich auch mit Vorstandsmitglied Andy Jung.“ Am Samstag aber wird die Freundschaft für 90 Minuten ruhen.

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