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Fünf Punkte Vorsprung

Niederlage abhaken - 'in Dortmund besser spielen'

Das Schlimmste ist, wenn man nach Enttäuschungen zu viel Zeit hat zum Nachdenken, zum Grübeln. Und so kommt es dem FC Bayern gelegen, dass nicht mal drei Tage zwischen den Spielen gegen Mainz und Dortmund liegen. Drei Tage, in denen man die erste Heimniederlage der Saison (1:2) schnell abhaken und seine volle Konzentration auf das Spitzenspiel lenken muss. „Ich weiß, dass wir in Dortmund viel besser und effektiver spielen werden“, sagte Robert Lewandowski nach einem Abend in der Allianz Arena, an dem irgendwie der Wurm drin war.

„Wir hatten einfach keinen guten Tag, da ist einiges schiefgelaufen“, meinte Karl-Heinz Rummenigge, der die erste Niederlage nach zuletzt 17 Pflichtspiel-Heimsiegen nicht einmal als unglücklich bezeichnete. „Es war vielleicht sogar verdient“, so der Vorstandsvorsitzende: „Ein Sieg wäre schön gewesen. Denn wenn wir mit acht Punkten Vorsprung nach Dortmund gefahren wären, wären wir etwas entspannter gewesen mit Blick auf die Tabelle.“

So sind es nur noch fünf. Weiterhin ein gutes Polster nach diesem 24. Spieltag. Doch am Samstag im Dortmund sollte jetzt natürlich nicht verloren werden, wie Rummenigge betonte. „Ich hoffe, dass wir es dann besser machen als gegen Mainz.“ Lewandowski, der nach seinen starken letzten Auftritten gegen den sehr gut verteidigenden Tabellenfünften kaum eine Szene hatte, forderte: „Wir müssen uns mehr klare Situationen erspielen und dürfen nicht so einfache Konter zulassen.“

Vidal formstark

Zwei dieser Konter nutzten die selbstbewusst auftretenden Mainzer am Mittwoch zu ihren Toren durch Jairo (26.) und Cordoba (86.). Bei den Bayern traf nur Arjen Robben (64.). Und so endete der ungemütliche März-Abend auch für Uli Hoeneß, der erstmals seit Mai 2014 wieder ein Spiel seiner Bayern besuchte, ohne Happy End. „Ich hätte ihm einen Sieg gewünscht“, erklärte Rummenigge, der aber - unabhängig vom Ausgang der Partie - einen „guten Eindruck“ von Hoeneß hat. „Ich bin glücklich für ihn, dass er die schwere Zeit hinter sich hat und dass er zurück ist.“

Zurück sind nun auch endgültig Franck Ribéry und Medhi Benatia, die beide gegen Mainz ihre Startelf-Comebacks feierten. Zudem präsentierte sich Arturo Vidal, wie schon beim Spiel in Turin, formstark. Der Chilene bereitete Robbens Treffer und sieben weitere Torschüsse der Bayern vor - und in der Anfangsphase hätte er um ein Haar selbst getroffen. Doch auch da fehlte der letzte Tick. So bleibt nur der Blick nach vorne. Lewandowski: „Im Fußball gibt es manchmal solche Spiele. In Dortmund werden wir anders auftreten.“

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