präsentiert von
Menü
Zuversicht trotz 0:1

Glaube ans Finale lebt! 'Ich möchte nach Mailand'

Applaus brandete auf, als die Mannschaft kurz nach Mitternacht im Bankettsaal des Teamhotels in Madrid eintraf. Die erste Enttäuschung über die unnötige 0:1 (0:1)-Niederlage bei Atlético war schon verflogen, der Blick richtete sich nach vorne. Auch bei Karl-Heinz Rummenigge. „Es wird kein einfaches Rückspiel in München, aber wir würden einen Fehler machen, wenn wir mit dem Ergebnis hadern würden. Ich möchte eins sagen: Ich möchte nach Mailand!“, betonte der Vorstandschef in seiner Rede.

Die Hoffnung also bleibt! „Mit dem Ergebnis hat man uns ohne Frage einen Stein in den Weg gelegt, aber ich glaube, es gibt eine gute Gelegenheit am nächsten Dienstag, diesen Stein auch wieder aus dem Weg zu räumen und es dann zu schaffen, dass wir unser großes Ziel, unseren großen Traum weiterleben“, so Rummenigge, dem vor allem die zweite Halbzeit Mut machte. Da habe man gesehen, „welche Qualität und welchen Charakter unsere Mannschaft hat“.

Aber: Das so wichtige Auswärtstor wollte, wie schon in den vergangenen zwei Jahren im Halbfinal-Hinspiel, nicht gelingen. „Wir haben eigentlich genügend Chancen kreiert“, erklärte Pep Guardiola. Am nächsten kam David Alaba dem Ausgleichstreffer, der Distanzkracher des Österreichers (55.) aber klatschte an die Unterkante der Latte. Einen Tick genauer hatte vorher der junge Spanier Saúl Niguez (11.) gezielt, als er ein tolles Solo perfekt mit links abschloss und das einzige Tor eines hochklassigen Halbfinal-Hinspiels erzielte.

Mit den Fans im Rücken die Wende schaffen

Atlético überzeugte vor allem in der Anfangsphase, als die Bayern fast „jeden Zweikampf“ verloren, wie Guardiola anmerkte. „Wir hatten einen schlechten Start. Insgesamt bin ich zufrieden mit unserer Leistung. Aber du brauchst in der Champions League 90 gute Minuten, nicht 75.“ Das Ergebnis sei nun „ein bisschen kompliziert“ für das Rückspiel, „aber wir werden es natürlich probieren, mit unseren Fans doch noch ins Finale zu kommen.“

Optimistisch stimmt auch ein Blick auf die Statistik: Die letzten elf CL-Heimspiele gewann Bayern alle, zehn davon mit einem Ergebnis, was zumindest für die Verlängerung reichen würde. „Wir werden Gas geben, dass es die Wende gibt“, versprach Thomas Müller, der in Madrid überraschend zunächst auf der Bank saß. Wichtig sei, nicht blind anzurennen, sondern kühlen Kopf zu bewahren. „Wir müssen mit der Intensität der zweiten Hälfte spielen, die Emotionen gut umwandeln und in München richtig einen raushauen!“

Auch Kapitän Lahm hat das Finale noch längst nicht abgeschrieben. Das 0:1 sei zwar sicherlich kein besonders gutes Ergebnis, aber „mit der Unterstützung unserer Fans haben wir noch eine Chance. Alle wissen, was für eine Stimmung in solchen Spielen in der Allianz Arena sein kann.“ Dessen ist sich auch Xabi Alonso bewusst: „Wir werden alles reinlegen, wir glauben dran!“

Für fcbayern.de in Madrid: Nikolai Kube

Weitere Inhalte