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Berlin, Berlin!

'Das Finale ist wirklich etwas Besonderes'

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Es dauerte bis zur 74. Spielminute, ehe die Fans des FC Bayern diesen Klassiker skandierten. In einem umkämpften Duell mit Werder Bremen hatte Thomas Müller gerade das 2:0 erzielt und damit endgültig den Weg in die Hauptstadt geebnet: Zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren, zum insgesamt 21. Mal erreichte der FC Bayern das Finale des DFB-Pokals.

Nach dem Schlusspfiff fielen sich die Münchner erleichtert in die Arme. „Es war ein hartes Stück Arbeit. Bremen hat sich teuer verkauft“, sagte Karl-Heinz Rummenigge. Kapitän Philipp Lahm sprach von einer „harten Nuss“. Und Müller war einfach nur „glücklich. Das Finale ist wirklich etwas Besonderes. Wir sind froh, dass wir dieses wunderschöne Erlebnis wieder erleben dürfen. Auch für unsere Mitarbeiter, für unsere Fans ist das immer eine tolle Sache. Aber wir haben sicherlich schon viel bessere Spiele gemacht.“

In der Tat hatten die Bayern vor allem nach der Halbzeit ihre liebe Mühe mit couragiert auftretenden Bremern. „Werder hat sicherlich engagiert gespielt. Aber unsere Fehlerquote war einfach zu hoch. Dadurch haben wir Bremen immer wieder ins Spiel gebracht“, analysierte Müller selbstkritisch. Lahm meinte: „Wenn wir den Ball besser laufen lassen, wenn wir uns besser bewegen, dann kommt der Gegner gar nicht in die Zweikämpfe. Das muss sich natürlich wieder ändern. Wir können besser spielen und werden wieder besser spielen.“

Matchwinner Müller

Angesichts von 70 Prozent Ballbesitz, 13:8 Torschüssen und 12:4 Flanken war der Sieg des FC Bayern am Ende verdient, auch wenn dem 2:0 eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters vorausging. Das stellten selbst die Bayern bei Betrachtung der Zeitlupe fest. „Der Elfmeter war kein Elfmeter“, meinte Pep Guardiola. „Den muss man nicht geben. Da brauchen wir nicht lange diskutieren“, sagte Rummenigge. Und Müller meinte zur Grätsche von Bremens Janek Sternberg gegen Arturo Vidal: „Das war nah dran an einem Foul, aber es war kein Foul.“

Berechtigt oder nicht, Müller nutzte den Strafstoß zum 2:0 (71. Minute). In der ersten Halbzeit hatte er per Kopf nach einer Ecke bereits den ersten Bayern-Treffer erzielt (30.). „Er weiß einfach, was er im Sechzehner zu tun hat. Er hat einen unglaublichen Torriecher“, würdigte Lahm den Matchwinner, der zufrieden feststellte: „Wir haben das getan, was mir persönlich am wichtigsten ist, nämlich weiterkommen.“

Auch Rummenigge ging zufrieden nach Hause: „In solchen Spielen ist das Ergebnis wichtiger als die Qualität. Die Südkurve hat es auf den Punkt gebracht: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Das ist das Entscheidende.“

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