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'Kein großes Spiel'

FCB fokussiert sich auf die Champions League

Das Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt war kaum abgepfiffen, da war es auch schon fast abgehakt. „Eu-ro-pa-po-kal“ skandierten die Fans des deutschen Rekordmeisters in der Südkurve der Allianz Arena und machten schon wenige Minuten nach dem knappen 1:0 (1:0)-Erfolg gegen die Hessen klar, in welche Richtung sich der Blick im Lager der Münchner ab sofort richtet: Das Champions-League-Viertelfinale am Dienstagabend an gleicher Stelle gegen Benfica Lissabon.

„Wir haben drei Punkte geholt, dementsprechend gibt es auch nichts zu meckern“, erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem gelungenen Auftakt in die entscheidenden Wochen der Saison, räumte aber auch ein: „Die Qualität wird für Dienstag nicht reichen, das ist auch völlig klar.“ Gegen den portugiesischen Spitzenreiter werde der FCB „viel besser spielen müssen als heute, um dann hoffentlich ins Halbfinale einzuziehen“, so Rummenigge weiter.

Ribéry springt in die Bresche

„Es war kein perfektes Spiel von uns, aber drei Punkte. Jetzt können wir uns auf Champions League fokussieren“, meinte Torjäger Robert Lewandowski, der seine beeindruckende Quote von bislang 25 Treffern am Samstag nicht weiter ausbauen konnte. Für ihn sprang gegen die Eintracht Franck Ribéry in die Bresche. Mit einer artistischen Einlage erzielte der Franzose in der 20. Minute den Siegtreffer für die Münchner, die zum 14. Mal nach einer Länderspielpause als Sieger den Platz verließen.

„Das war ein wunderbares Tor“, schwärmte Rummenigge über Ribérys zweiten Saisontreffer, der den Höhepunkt der 90 Minuten in der ausverkauften Allianz Arena darstellte. „Es war kein großes Spiel, ich glaube da kann man klar auf den Nenner kommen“, fasste Rummenigge das Geschehen auf dem Rasen kurz und knapp zusammen. „Das Problem ist immer dasselbe, wenn wir die Länderspiele hatten, dann ist kein Rhythmus da, weil die Spieler mit ihren diversen Nationalmannschaften unterwegs sind.“

Schwierige Vorbereitung durch Länderspiele

Dem pflichtete auch Kapitän Philipp Lahm bei. „Nach einer Länderspielpause ist es oft schwer. Das ist ganz normal. Die einen hatten zwei Wochen kein Spiel, die anderen sind irgendwo in der Weltgeschichte unterwegs. Man hat nur zwei Trainingseinheiten, um sich vorzubereiten.“ Und Trainer Pep Guardiola betonte, dass möglicherweise der eine oder andere Spieler bereits das Königsklassen-Duell am kommenden Dienstag im Kopf hatte: „Manchmal ist es schwierig, ein Spiel zu spielen, wenn man dabei schon an das nächste denkt.“

Am Ende standen für den FCB die nächsten drei Punkte auf dem Weg zur Titelverteidigung, der Fünf-Punkte-Vorsprung auf Borussia Dortmund wurde behauptet. Ab sofort aber zählt nur noch Benfica Lissabon, das sich durch einen 5:1-Kantersieg gegen den SC Braga auf das Gastspiel in München einstimmte. „Ich glaube, dass es ein komplett anderes Spiel wird. Wir werden uns top vorbereiten. Am Dienstag brauchen wir eine bessere Leistung, aber da mache ich mir keine Sorgen“, meinte Philipp Lahm.

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