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'Wir brauchen ihn'

Vidal glänzt als Antreiber, Balleroberer und Torschütze

Er rannte, er grätschte, er ging keinem Zweikampf aus dem Weg - und er erzielte das Siegtor. Arturo Vidal entwickelt sich in den entscheidenden Wochen der Saison immer mehr zum wichtigen Faktor im Spiel des FC Bayern. Beim knappen 1:0-Erfolg im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales gegen Benfica Lissabon glänzte der Chilene nicht nur als Torschütze, sondern auch als unermüdlicher Antreiber, Balleroberer und Zweikämpfer.

„Ich bin sehr glücklich. Nach den Länderspielen in Chile war ich ein bisschen müde. Aber heute habe ich mich sehr gut gefühlt und bin natürlich sehr glücklich, weil ich getroffen habe und wir gewonnen haben. Wir haben jetzt gute Chancen, die nächste Runde zu erreichen“, sagte Vidal nach dem ersten von zwei Vergleichen mit dem portugiesischen Rekordmeister.

Laufpensum weiter gesteigert

„Er ist ein Spieler, der die anderen ansteckt mit seiner Energie“, hatte Trainer Pep Guardiola vor den beiden Vergleichen mit dem portugiesischen Rekordmeister gesagt und dem 28 Jahre alten Mittelfeldspieler ungewohnt früh eine Einsatzgarantie erteilt. Nach dem Spiel sah er sich bestätigt. „Arturo ist sehr wichtig, er hat eine große Persönlichkeit, große Erfahrung. Die letzten Monate hat er es sehr gut gemacht. Wir brauchen ihn.“

11,7 Kilometer spulte Vidal gegen Benfica ab - so viel wie kein anderer Profi des FC Bayern. Damit übertraf er nochmals seine starken Werte aus den beiden Achtelfinalpartien gegen Juventus Turin (11,1 und 11,4 Kilometer), in denen er bereits in der zentralen Position vor der Abwehr geglänzt hatte. Unerschrocken warf er sich in jeden Schuss und krönte seinen guten Auftritt schon in der 2. Minute mit seinem ersten Champions-League-Tor für den FCB.

Vidal fühlt sich wohl

„Man weiß, was man von Arturo erwarten kann. Dementsprechend hat er auch agiert“, erklärte Thomas Müller. „Ballgewinne sind immer ein super Impuls für die Mannschaft“, benannte der Weltmeister eine der zentralen Stärken des Kriegers, der mit seinem insgesamt zehnten Treffer der erfolgreichste Chilene in der Königsklasse ist und nun sogar Landsmann Alexis Sanchez (9) übertraf.

Er fühlt sich offenkundig wohl auf dieser Position. „Es gefällt mir. Ich habe oft den Ball, ich kann angreifen, kann verteidigen. Ich mag es, dort zu sein, wo die Gefahr ist“, schilderte Vidal am Dienstagabend in der Arena. Guardiola schätzt an Vidal besonders dessen Schnelligkeit, Kampfkraft und Aggressivität „zwischen den Linien“, durch die er seinen Beitrag leistet, „defensiv stabil zu sein“, wie Guardiola betonte.

In seinem Premierenjahr beim FC Bayern hat Vidal, der letzte Saison das Champions-League-Endspiel mit Juventus Turin gegen den FC Barcelona verlor, jedenfalls noch Großes vor. „Ich hoffe, es geht so weiter. Ich hoffe, ich kann mich noch verbessern. Jetzt kommen die schweren Spiele. Und ich hoffe, dass wir unsere gesteckten Ziele erreichen können.“

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