präsentiert von
Menü
'Kritik vollkommen zutreffend'

Boateng überzeugt als Abwehrchef und Führungsspieler

Erst überzeugte er gegen Polen als Man of the Match auf dem Rasen,  dann fand er klare Worte. Jérôme Boateng ist im deutschen EM-Lager zur Führungskraft aufgestiegen. „Innerhalb der Mannschaft ist er absolut respektiert und anerkannt. Ich fand es gut, dass er nach dem Spiel die Dinge so klar angesprochen hat“, sagte Bundestrainer Joachim Löw am Samstag in Évian-les-Bains.

„Wir müssen mal zum Abschluss kommen. Da müssen wir uns verbessern, sonst kommen wir nicht weit“, hatte Boateng deutliche Kritik an der Offensive des DFB-Teams geäußert. „Das war ja keine Kritik, die persönlich abgezielt war. Er hat das ausgesprochen, was auch klar zu sehen war. In der Defensive standen wir gut, vorne haben wir uns nicht durchsetzen können. Das war eine Kritik, die vollkommen zutreffend war“, fand Löw.

Hüftprellung nicht gravierend

Der Bundestrainer hatte seinen Abwehrchef vor dem Turnier sogar explizit „aufgefordert, mehr zu sprechen, sich zu exponieren in seiner Position als Innenverteidiger, wo er das ganze Spiel vor sich hat“, erzählte Löw, für den Boateng schon lange zur Führungsriege innerhalb der Mannschaft zählt. „Er ist angesehen, weil jeder weiß, dass er ein Weltklasse-Innenverteidiger ist und nicht nur defensiv, sondern auch offensiv viele Impulse gibt. Beim WM-Finale 2014 war seine Leistung mitentscheidend, dass wir den Titel gewonnen haben.“

Auch beim abschließenden Gruppenspiel gegen Nordirland am kommenden Dienstag dürfte Löw daher wieder auf den 27-Jährigen setzen, um den Achtelfinal-Einzug perfekt zu machen. Boatengs Hüftprellung, an der er seit dem Polen-Spiel laboriert, sei nicht ernsthaft. „Er ist für den Dienstag absolut eingeplant.“ Löw blickt dem entscheidenden Spiel „absolut entspannt entgegen. Wir wollen gegen Nordirland gewinnen. Wir werden gewinnen. Wir werden die Gruppe gewinnen.“, sagte der Bundestrainer.

Weitere Inhalte