präsentiert von
Menü
Deutschland gegen Polen

Lewandowski für 90 Minuten ein Gegner

Ein bisschen komisch ist es schon, wenn Teamkollegen plötzlich zu Gegnern werden. Es kommt zwar durchaus vor, dass Jérôme Boateng im Training beim FC Bayern einen Zweikampf gegen Robert Lewandowski führt - allerdings nicht um jeden Preis. Am Donnerstagabend (21 Uhr) wird die Freundschaft zumindest für 90 Minuten ruhen. Es geht um wichtige Punkte im Kampf um den Einzug ins EM-Achtelfinale. Auf der einen Seite Lewandowskis Polen. Auf der anderen Seite Deutschland mit Boateng, Manuel Neuer, Thomas Müller, Mario Götze und Joshua Kimmich.

„Wir wollen beide für unser Land das Beste geben“, meinte Boateng, „insgesamt aber läuft es immer fair ab.“ Das betonte auch Lewandowski, als FCB.tv ihn im EM-Quartier der Polen an der Atlantikküste besuchte (HIER geht’s zum ganzen Interview). „Während der Saison trainierst du jeden Tag mit ihnen, jetzt musst du gegen sie spielen. Aber für 90 Minuten ist das schon okay. Ich hoffe, dass am Ende der Gruppenphase beide Mannschaften weiterkommen und wir uns dann im Finale wiedertreffen.“

Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, das Turnier hat gerade erst begonnen. Sowohl die Polen als auch die Deutschen haben ihr erstes Spiel gewonnen und können daher entspannt auf das direkte Duell in Paris blicken. Der Sieger hat das Achtelfinal-Ticket quasi sicher, der Verlierer hätte ebenfalls noch beste Chancen. „Wir wissen, dass Deutschland großer Favorit ist - nicht nur in unserer Gruppe, sondern für die ganze EM. Aber mit etwas Glück können wir was machen. Wir haben ja schon gesehen, dass Deutschland gegen Polen Probleme bekommen kann“, weiß Lewandowski.

Kein Kontakt vor dem Spiel

In der EM-Qualifikation nämlich verließ das DFB-Team in Warschau als Verlierer den Platz. Das soll sich nicht wiederholen. „Es ist wichtig, dass wir auch im zweiten Spiel einen Sieg holen“, so Boateng, „sie sind ein guter Gegner, aber wenn wir unser Spiel durchziehen, bin ich positiv gestimmt.“ Der Abwehrchef betonte, dass man sich nicht nur auf „Top-Stürmer“ Lewandowski konzentrieren dürfe. „Sie haben auch viele andere gute offensive Leute.“ Wie den ehemaligen Augsburger Arkadiusz Milik, der im ersten Gruppenspiel gegen Nordirland den Unterschied machte.

Groß Kontakt gibt es vor dem Showdown zwischen Lewandowski und seinen bayerischen Teamkollegen nicht. „Wir haben nur in München gesprochen. Ich bin auf meine Mannschaft konzentriert“, verriet der polnische Superstar, der auf ein „interessantes Spiel“ hofft. „Es wäre gut, wenn wir punkten würden. Ob einen oder drei Punkte - beides wäre für uns super.“ Boateng und Co. werden etwas dagegen haben.

Weitere Inhalte