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K.o.-Spiele beginnen

Lewandowski und Coman peilen das Viertelfinale an

Jetzt wird es ernst! Ab diesem Samstag beginnt mit den K.o.-Spielen die entscheidende Phase bei der EURO 2016. Während die deutschen Nationalspieler des FC Bayern am Sonntag ihr Achtelfinale gegen die Slowakei bestreiten (eigener Bericht), geht es für Robert Lewandowski und Polen bereits am Samstag gegen die Schweiz um alles oder nichts. Kingsley Comans Franzosen empfangen am Sonntag die Auswahl Irlands.

Drei Spiele, null Tore - so lautet die bislang ernüchternde EM-Bilanz für Bayern-Torjäger Lewandowski bei dieser EM. In der abgelaufenen Saison hatte sich der 27-Jährige mit 30 Treffern noch den Titel des Torschützenkönigs gesichert, bei der Endrunde in Frankreich allerdings ist er noch ohne Erfolgserlebnis. „Du kannst nicht 60 Spiele in der Saison machen und in jedem Spiel ein Tor schießen“, gab sich der Angreifer vor dem Achtelfinale gegen die Schweiz am Sonntag in Saint-Étienne gelassen.

Auch Polens Co-Trainer Bogdan Zajac sieht „kein Problem“ darin, dass Lewandowskis letztes Tor im Nationaltrikot bereits acht Monate zurückliegt. Möglicherweise platzt der Knoten ja schon gegen die Schweiz, die in ihren drei Gruppenspielen jedoch lediglich einen Gegentreffer - ein Foulelfmeter des Rumänen Bogdan Stancu - zugelassen hat. „Die Schweizer haben eine Topmannschaft, sie sind der klare Favorit gegen uns“, schob Lewandowski den Eidgenossen die Favoritenrolle zu.

Aber auch die Polen stehen in der Abwehr überaus sicher und haben im bisherigen Turnierverlauf noch keinen Treffer hinnehmen müssen. Dank der starken Defensive reichten beiden Teams jeweils zwei eigene Treffer, um erstmals in die K.o.-Runde einer EM einzuziehen. Die Statistik spricht bei vier Siegen, fünf Unentschieden und nur einer Niederlage jedoch für die Polen, die allerdings zwei Tage weniger Ruhepause hatten als die Schweizer.

Frankreich empfängt Irland

Am Sonntag (15:00 Uhr) geht es dann für Gastgeber Frankreich mit Kingsley Coman um den Einzug ins Viertelfinale. Im Stade du Lyon empfängt die Équipe Tricolore die Auswahl aus Irland, die sich als einer von vier Gruppendritten für die K.o.-Phase qualifiziert hat. „Wir sind jetzt im Achtelfinale, das ist eine andere Sache“, sagt Innenverteidiger Adil Rami vom Europa-League-Sieger FC Sevilla. „Jetzt ist es an der Zeit, dass wir alle einen Zacken zulegen.“

Zumal die Iren nach dem letzten Duell im November 2009 auf Wiedergutmachung sinnen. Damals schaltete Frankreich in den Playoffs zur WM 2010 in Südafrika die Boys in Green aus – nach einem klaren Handspiel von Thierry Henry traf William Gallas in der Verlängerung zum 1:1-Ausgleich und besiegelte nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel das Aus. „Natürlich wird darüber gesprochen, aber ich glaube nicht, dass es uns beeinflussen wird, wenn wir spielen“, betonte Irlands Trainer Martin O'Neill.

Sein Gegenüber Didier Deschamps hatte nach dem 0:0 im Gruppenfinale am Sonntag gegen die Schweiz in der Vorbereitung auf die Partie drei Tage mehr Zeit zur Erholung, während die Iren den erstmaligen Einzug in die nächste Runde erst am Mittwoch gegen Italien (1:0) perfekt machten. Deschamps könnte im Achtelfinale wieder jene Startelf aufbieten, die im Eröffnungsspiel begonnen hat. Coman müsste damit zunächst auf der Bank Platz nehmen.

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