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Trotz Niederlage gegen Milan

Bayern genießen 'Heimspiel' und Badstuber-Comeback

Das kurzweilige Audi Football Summit gegen den AC Mailand (6:8) endete für den FC Bayern mit einer Niederlage im Elfmeterschießen, an jenem Abend in Chicago standen für den Rekordmeister aber ohnehin ganz andere Dinge im Vordergrund. „Solche Tests sind wichtig, weil wir daraus gut analysieren können“, sagte Philipp Lahm. Exemplarisch zählte der Kapitän auf: „Was können wir im Positionsspiel besser machen, was kann man in der Defensivarbeit besser machen, wie kann man den Gegner besser anlaufen?“

„Das Ergebnis ist unwichtig“, fand auch Carlo Ancelotti, der ein „gutes Spiel“ seiner neuen Mannschaft gesehen hatte. „Nach dem Rückstand haben wir eine gute Reaktion gezeigt.“ Gefreut hat sich der Italiener vor allem, dass sich niemand verletzte: „Das war das Wichtigste.“ In Spielen wie gegen Mailand gehe es vor allem um die physische Verfassung der Spieler, die sich nach der langen Pause immer weiter verbessere. „Daran arbeiten wir.“

'Das tut uns allen gut'

Besonders erfreulich auch: Holger Badstuber ist zurück! Nach 171 Tagen stand der Innenverteidiger endlich wieder auf dem Platz, brachte jedes seiner Zuspiele an den Mann und hielt immerhin eine halbe Stunde durch. „Es war unser Plan, ihn nur 30 Minuten spielen zu lassen“, sagte Ancelotti. „Das war gut für ihn nach der langen Pause. Er hat es gut gemacht.“ Und der Kapitän fand: „Ein Spiel auf diesem Level tut ihm gut, das tut uns allen gut. Ich mache mir keine Sorgen, dass der Holger wieder zurückkommt.“

Ein Extralob hatte Lahm auch für die Stimmung im Soldier Field übrig, das fest in bayerischer Hand war. „Traumhaft“, freute sich der 32-Jährige, „das ist wirklich etwas Schönes. Wir waren klar in der Überzahl. Weit weg von zu Hause so eine Atmosphäre – ich fand die Stimmung super. Da macht es Spaß, Fußball zu spielen.“ Knapp 45.000 Zuschauer ließen die Laola durchs Stadion schwappen, „Let’s go, Bayern“-Rufe hallten durch die Arena unweit des Lake Michigans. Die Bayern haben beste Werbung in eigener Sache gemacht.

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