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0:2 gegen Frankreich

Deutschlands Final-Traum geplatzt – Coman jubelt

Schade! Für die deutsche Nationalelf ist der Traum vom EM-Titel geplatzt. Der Weltmeister unterlag im Halbfinale der EURO 2016 am Donnerstagabend in Marseille Gastgeber Frankreich 0:2 (0:1). Antoine Griezmann (45.+2/HE, 72.) traf doppelt für die Equipe Tricolore, bei der Kingsley Coman nicht zum Einsatz kam. Für Deutschland liefen mit Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Jérôme Boateng und Thomas Müller vier Bayern von Beginn an auf, Mario Götze wurde nach 67 Minuten eingewechselt. Mats Hummels fehlte gelbgesperrt.

„Wir haben eine gute EM gespielt, aber wir sind ausgeschieden. Das ist bitter“, rang Neuer nach dem Spiel um Fassung, „0:2 ist kein faires Ergebnis. Wir hatten die Möglichkeit, nach dem 0:1 zurück ins Spiel zu kommen. So wie Frankreich in der ersten Halbzeit aufgetreten ist, hat man nicht viel gesehen.“

Die Anfangsphase gehörte zwar den forsch startenden Franzosen, die durch Griezmann (7.) ihre erste gute Chance hatten. Die DFB-Elf bekam das Spiel nach einer Viertelstunde jedoch mehr und mehr unter Kontrolle und hatte durch Müller (13./15./39.), Can (14.) und Schweinsteiger (26.) einige Abschlüsse. Frankreich wurde erst kurz vor der Pause durch Griezmann (41.) und Giroud (42.) wieder gefährlich. Dann der Schock: Griezmann verwandelte mit dem Halbzeitpfiff einen von Schweinsteiger verursachten Handelfmeter.

Kimmich trifft den Pfosten

Auch in der zweiten Hälfte erwischten die Gastgeber den besseren Start. Deutschland hatte zwar mehr Ballbesitz, erspielte sich jedoch kaum nennenswerte Aktionen. Nach einer Stunde musste zu allem Überfluss auch noch Jérôme Boateng (Oberschenkelprobleme) raus, der das Aufbauspiel bis dahin immer wieder angekurbelt hatte. Ohne ihren Abwehrchef rannten die Deutschen weiter unermüdlich an, fanden jedoch keine Lücke. Frankreich blieb bei Kontern brandgefährlich und sorgte durch Griezmann schließlich für die Entscheidung – daran änderte leider auch ein Pfostenschuss (74.) und ein Kopfball von Kimmich (90.+2) nichts mehr.

Bereits vor dem Anpfiff überraschte Löw mit seiner Aufstellung und verstärkte sein Mittelfeld mit Emre Can. Dort lief erwartungsgemäß auch Schweinsteiger auf. Für Hummels verteidigte Benedikt Höwedes, Müller rückte für Mario Gomez ins Sturmzentrum. Les-Bleus-Trainer Didier Deschamps setzte wie schon gegen Island auf ein 4-2-3-1 – mit Erfolg. Im Finale stehen sich am Sonntag (21 Uhr in St. Denis) also nun FCB-Neuzugang Renato Sanches (Portugal) und Coman gegenüber.

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