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EM-Halbfinale gegen Frankreich

Neuer: 'Wir werden in eine Richtung marschieren'

Dieses Personalpuzzle will erst mal gelöst werden. Kann Bastian Schweinsteiger spielen? Wer vertritt den gelbgesperrten Mats Hummels, wer den verletzten Sami Khedira? Und kehrt Mario Götze für den ebenfalls verletzten Mario Gomez zurück in die Startelf? „Ich werde neue Namen reinbringen und habe vollstes Vertrauen zu allen Spielern. Sie sind alle auf einem sehr, sehr guten Niveau“, versicherte Bundestrainer Joachim Löw vor dem EM-Halbfinale gegen Gastgeber Frankreich (Donnerstag, 21 Uhr in Marseille).

Keine Sorgen machen um ihre Plätze müssen sich Manuel Neuer und Thomas Müller. Die beiden Münchner standen am Dienstag auf einer Pressekonferenz Rede und Antwort – und sind zuversichtlich. „Frankreich hat das Halbfinale nicht mit Glück erreicht. Wir haben Respekt“, lobt Müller zwar, Angst vor der speziell offensiv sehr starken Equipe Tricolore hat der Weltmeister aber nicht. „Ich bin optimistisch, dass wir Lösungen finden.“

„Es ist normal, dass sie selbstbewusst sind“, weiß derweil auch Neuer um die schwierige Aufgabe gegen das treffsicherste Team der EURO, „aber wir wissen, dass wir gerade defensiv ein sehr gutes Turnier spielen. Wir sind gut aufgestellt.“ Kilometerfresser Müller, der die Angriffe des Gegners schon möglichst weit vorne zu unterbinden versucht, bestätigt: „Wir müssen wieder als Team gut verteidigen, damit sie gar nicht erst ihre Klasse zeigen können.“

Frankreich 'leicht favorisiert'

Bayern-Spieler Kingsley Coman dürfte bei den Franzosen wie zuletzt als Joker eingeplant sein, für die gefährlichen Momente dürfte das erprobte Tordreieck Antoine Griezmann (vier Treffer), Olivier Giroud und Dimitri Payet (jeweils drei) sorgen. „Wir müssen unser Augenmerk auf die gesamte Offensive der Franzosen legen“, warnt Neuer davor, einen Akteur besonders hervorzuheben, „wir müssen gut stehen, die Ordnung behalten und hellwach sein, damit uns keine Fehler unterlaufen.“

Ohne Hummels, Khedira, Gomez und möglicherweise auch Schweinsteiger, der am Dienstag individuell trainierte, wird die Aufgabe nicht gerade leichter. „Die Ausfälle sind bitter für uns als Mannschaft, aber sowas muss man auffangen“, weiß Müller, der vor allem das Positive am Personalmangel herausschälte. „Ich sehe das als Chance für die Spieler, die jetzt reinkommen. Wir werden keinen Qualitätsverlust haben.“

Teammanager Oliver Bierhoff sieht Frankreich derweil „leicht favorisiert. Sie haben keine 120 Minuten in den Knochen und spielen zu Hause. Wir haben den einen oder anderen Verletzten“, so der Europameister von 1996. „Trotz alledem haben wir keine Rumpfmannschaft, und das macht natürlich Mut. Deswegen können wir auch alle guter Dinge ins Spiel gehen.“ Und Neuer weiß: „Wir werden einen Matchplan haben und in eine Richtung marschieren.“ Hoffentlich nach Paris!

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