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"Neue Facetten"

Ancelotti macht den Bayern Spaß

Carlo Ancelotti reckte beide Arme in den Himmel. Es hatte nur neun Minuten gedauert, bis der neue Bayern-Trainer sein erstes Bundesliga-Tor bejubeln konnte. Und es sollten noch viele weitere Treffer folgen. Mit einem 6:0 gegen Werder Bremen startete der 57 Jahre alte Italiener in seine erste Bundesliga-Saison - besser hatte noch kein FCB-Coach (wie Udo Lattek 1970) und kein Team (wie Offenbach 1974) losgelegt.

„Das war ein guter Start. Ich bin glücklich“, lautete Ancelottis Statement nach dem Schlusspfiff, „wir haben insgesamt gut nach vorne gespielt, viel kombiniert und mit vielen Spielern angegriffen.“ Thomas Müller meinte: „6:0 ist natürlich ein super Ergebnis. Das Spiel war sehr dominant, ohne große Schwächen. Dementsprechend sind wir schon zufrieden.“

Manuel Neuer wertete das Ergebnis als „Signal“. Einerseits an die eigene Mannschaft („um zu wissen, wo wir stehen“), andererseits „an die Konkurrenz, dass wir dieses Auftaktspiel so dominant gestaltet haben und dieses 6:0 total unaufgeregt heruntergespielt haben.“

Handschrift und Vertrauen

Unübersehbar war jedenfalls: Carlo Ancelotti hat der Mannschaft bereits seine Handschrift verpasst. „Wir haben phasenweise defensiver agiert und uns damit Räume kreiert“, sagte Philipp Lahm. „Wir haben sie den ersten Ball spielen lassen und sind dann draufgegangen“, berichtete Neuer und lobte das Händchen des Trainers für sein Team: „Er weiß, wie er mit jedem einzelnen Spieler umgehen muss. Mit einer ruhigen Art versucht er, uns einfach sein Vertrauen zu geben, Entscheidungen selbst auf dem Platz zu treffen.“

Die Mannschaft dankte es ihrem Trainer mit großer Spielfreude und einem Traumstart in die neue Saison. „Der Trainer bringt sicherlich einige neue Facetten mit rein. Er macht bisher einen super Eindruck. Wir haben Spaß zusammen“, sagte Thomas Müller, „6:0, die Fans hatten Spaß, uns hat’s auch Spaß gemacht. Wir können sehr zufrieden nach Hause gehen.“