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Interview

Wörle: „Wir wollen zeigen, dass wir mehr können“

Es geht wieder los, auch für die FC Bayern Frauen! Mit einem Heimspiel gegen den SC Freiburg im Grünwalder Stadion eröffnen die Deutschen Meisterinnen am Samstag (3. September, 16 Uhr) die neue Bundesliga-Spielzeit. Zuvor sprach fcbayern.com mit Trainer Thomas Wörle. Über das Auftaktspiel, die Titelverteidigung in der Allianz Frauen-Bundesliga und die Champions League, auf der „ein besonderer Fokus“ liegt.

Tom, nach zwei Meisterschaften in Folge, zuletzt mit 10 Punkten Vorsprung, kann der Titelfavorit Nummer eins in der neuen Saison nur FC Bayern heißen.
„Sicherlich werden wir wohl nach zwei Meisterschaften in Folge zu den Favoriten gezählt. Unser großes Ziel ist aber, uns im dritten Jahr in Folge für die Champions League zu qualifizieren. Das ist eine große Herausforderung für uns, da die Motivation unserer Konkurrenten sehr hoch sein dürfte. Der VfL Wolfsburg gehört zu den drei besten Teams in ganz Europa und verfügt seit Jahren über die besten Einzelspielerinnen in Deutschland. Wir waren in den letzten beiden Jahren stark, weil wir in jedem Spiel an unsere Grenzen gegangen sind und als Team zusammengehalten haben. Wollen wir wieder eine Chance haben, oben dabei zu sein, dann müssen wir das erneut beherzigen und wieder über uns hinauswachsen.“

Und was nehmt ihr euch in der Champions League vor?
„Letzte Saison sind wir leider schon in der ersten Runde ausgeschieden. Aber wir durften auf hohem Niveau dazulernen. Jetzt wollen wir zeigen, dass wir mehr können! Nach zwei Deutschen Meisterschaften wollen wir uns international ausloten und so weit wie möglich kommen, auf jeden Fall weiter als letztes Jahr.“

Welche Lehren konntet ihr aus dem unglücklichen Champions-League-Aus, ohne Niederlage, der letzten Saison ziehen?
„Wir wussten ja gar nicht, was es heißt, Champions League zu spielen. Das war Neuland für uns. Trotzdem waren wir in beiden Spielen gegen Twente Enschede die bessere Mannschaft, hatten in beiden Spielen mehr Torchancen. Wir mussten aber schmerzhaft erfahren: Auf diesem hohen internationalen Level musst du eiskalt und sehr effizient sein. Du darfst dir nichts erlauben. Du musst auf den Punkt da sein. Außerdem haben wir zu spüren bekommen, was internationale Härte ist.“

Die Champions League spielt also eine besondere Rolle für euch dieses Jahr. Befürchtest du, dass darunter der Fokus auf die Bundesliga leiden könnte?
„Natürlich liegt auf der Champions League in dieser Saison ein besonderer Fokus. Es ist auch normal, dass man sich als Sportler nach zwei Meisterschaften neue Ziele setzt. Aber uns muss eines klar sein: Wenn wir in der Liga nicht gut sind, werden wir nächstes Jahr nicht in der Champions League spielen. Der Weg nach Europa führt für uns nur über die Bundesliga. Wenn das jeder verinnerlicht, wird der Fokus auch in der Liga hoch sein. Für mich persönlich hat die Meisterschaft den höchsten Stellenwert. Es ist der ehrlichste Wettbewerb. Man muss über 22 Spiele konstant zeigen, was man kann. Das ist eine besondere Herausforderung, die wir zuletzt toll gemeistert haben.“

Erster Punktspielgegner ist am 3. September der SC Freiburg. Wie schwer wird dieses Spiel?
„Ich schätze die Freiburgerinnen in diesem Jahr stark ein. Sie verfügen über ein eingespieltes, geschlossenes Team und sind ein gefährlicher Gegner zum Auftakt. Die ersten paar Spiele werden angesichts der sehr kurzen gemeinsamen Vorbereitungszeit sicher nicht leicht für uns werden. Aber ich bin froh, wenn es endlich losgeht. Wir brauchen wieder ein konkretes Ziel vor Augen. Wir freuen uns auf das Auftaktspiel gegen den SC Freiburg.“