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Da schau her

Krönung in Brüssel

Gerd Müller gelang einmal mehr alles, Sepp Maier vernagelte sein Tor und Uli Hoeneß war nicht zu halten. „Wir haben eine Leistung gezeigt, wie wahrscheinlich vorher noch nie!“ So beschreibt der heutige Präsident des FC Bayern den 17. Mai 1974. An diesem Tag, heute vor 43 Jahren, bezwang der FC Bayern Atlético Madrid im Finale des Europapokals der Landesmeister mit 4:0 und setzte sich erstmals die europäische Krone auf.

Dabei hatten die Bayern erst zwei Tage zuvor im eigentlichen Endspiel alles gegeben und nur durch Hans-Georg Katsche Schwarzenbecks Knaller in der 120. Minute aus über 20 Metern das Wiederholungsspiel erzwungen. An einen weiteren Kraftakt war nicht zu denken. „In den 48 Stunden zwischen dem Mittwochsspiel und dem Freitagsspiel ist die Mannschaft im Trainingslager außerhalb von Brüssel zusammengewachsen. Ich kann mich noch erinnern, dass wir donnerstags versucht haben, zu trainieren. Kaum einer konnte laufen, weil wir so kaputt waren“, blickt Hoeneß zurück.

Doch im Spiel waren die Münchner dann nicht zu halten. Nicht nur Gerd Müller, der wie Hoeneß doppelt traf, war bestens aufgelegt. Neben einem Lupfer zum 3:0 versuchte der Bomber noch weitere Kunststückchen, wie den Seitfallzieher, der auf dem Foto zu sehen ist. „Es war ein legendäres Spiel in Brüssel. Für mich war dieses Spiel und dieses Erlebnis das Größte in meiner Spielerkarriere“, schwärmt Hoeneß. Und es war der Anfang der großen Europapokal-Geschichte des FC Bayern!

In der Rubrik „Da schau her“ stellt fcbayern.com in regelmäßigen Abständen Fundstücke aus dem Fotoarchiv vor. Freuen Sie sich auf besondere Schnappschüsse.

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