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Chef in Prag

Viel Lob für Hummels

Er warf sich in jeden Schuss, er ging kurz K.o. und am Ende erzielte zwei Minuten vor dem Schlusspfiff den Sieggtreffer – beim 2:1 der deutschen Nationalmannschaft in Tschechien war Mats Hummels der Chef auf dem Platz. „Mats Hummels hat überragend gespielt, nicht nur wegen des Tores. Er hat auch in der Defensive viele Situationen bereinigt und fast jeden Zweikampf gewonnen“, lobte Joachim Löw den FCB-Profi, der maßgeblichen Anteil am siebten Sieg im siebten WM-Qualifikationsspiel hatte.

Hummels selbst freute sich nur kurz über seinen fünften Länderspieltreffer, alle per Kopf. Hauptsächlich ärgerte er sich über die sportliche Leistung der gesamten Mannschaft in Prag. „Wenig Spielkontrolle, viel in Konter gelaufen, viele Ballverluste“, listete der 58-malige Nationalspieler auf. Vor allem, dass die Bälle immer wieder so einfach verloren wurden, kenne er „von der deutschen Nationalmannschaft seit zehn Jahren nicht mehr“. Hummels meinte: „Ein Unentschieden hätte sehr gut auf dieses Spiel gepasst.“

Erstes Tor seit der WM

Dass es anders kam und Deutschland vor dem nächsten Spiel am Montag in Stuttgart gegen Norwegen die Gruppentabelle weiter mit fünf Punkten Vorsprung vor Nordirland anführt, ist zum Großteil dem Abwehrchef zu verdanken. Seine Quote von 88 Prozent gewonnenen Zweikämpfen ist herausragend. Mit dem Siegtor – seinem ersten Länderspieltreffer seit drei Jahren (WM-Viertelfinale, Juli 2014) – krönte er seine Leistung.

„Mats Hummels und die anderen Weltmeister haben schon diese Vorbildfunktion für unsere jungen Spieler. Sie gehen auf dem Platz voran“, sagte Löw. Hummels hofft, dass die Mannschaft aus dem Auftritt in Prag „die richtigen Schlüsse“ zieht. So ein „wildes Spiel“ wie gegen die Tschechen müsse eine Ausnahme bleiben.

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