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0:0 in Wolfsburg

Bayern machen Meisterschaft perfekt

Jetzt ist es amtlich: Der FC Bayern ist Deutscher Meister 2008. Am 31. Spieltag reichte den Münchnern ein 0:0 beim VfL Wolfsburg, um der Konkurrenz uneinholbar zu enteilen und nach dem DFB-Pokalsieg auch die Meisterschaft perfekt zu machen. Bei drei ausstehenden Spielen führt der FCB die Tabelle mit zehn Punkten vor Werder Bremen an.

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen-Arena bestimmte der VfL Wolfsburg über weite Strecken die Partie, konnte Michael Rensing im Tor der Bayern aber nicht überwinden. Die Münchner waren gerade in der zweiten Halbzeit vor allem auf die Verteidigung des einen noch nötigen Punktes aus und feierten am Ende mit viel Weißbier zum 21. Mal die Meisterschaft.

FCB ohne Kahn und Ribéry

Drei Tage nach dem Halbfinal-Aus im UEFA-Cup änderte Ottmar Hitzfeld mehr als die Hälfte seiner Startformation. Die angeschlagenen Oliver Kahn, Lucio, Zé Roberto und Franck Ribéry pausierten, Miroslav Klose fehlte nach seiner Nasenoperation und auch Philipp Lahm erhielt eine Verschnaufpause. Für dieses Sextett rückten Rensing, Daniel van Buyten, Willy Sagnol, Andreas Ottl, José Ernesto Sosa und Lukas Podolski neu in die erste Elf.

„Sommerfußball“ hatte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer vor dem Anpfiff erwartet, die Partie begann aber temporeich ohne großes Abtasten und mit Chancen auf beiden Seiten. Die Wolfsburger waren zunächst das aktivere Team, während die Bayern um Spielkontrolle bemüht waren. Schon in der vierten Minute wären die Münchner aber beinahe ins Hintertreffen geraten, als Edin Dzeko allein auf Rensing zulief, jedoch deutlich am Tor vorbeischoss. Auch Christian Gentner (8.) verfehlte mit einem Fernschuss sein Ziel.

Sosa verzieht

Die erste Möglichkeit für den FCB hatte Sosa, der nach feinem Pass von Sagnol halbrechts im VfL-Strafraum zum Abschluss kam, aber verzog (6.). In der 14. Minute trat dann erstmals Luca Toni in Erscheinung, sein Versuch aus 15 Metern wurde jedoch abgeblockt - es blieb die einzige nennenswerte Szene in den besten zehn Minuten der Bayern in der ersten Halbzeit.

Marcelinhos Freistoß, den Rensing gut parierte (19.), war wenig später der Startschuss zu einer Drangphase der Gastgeber, die mehr Zweikämpfe gewannen und in der 21. Minute für große Verwirrung im FCB-Strafraum sorgten. Gentner war links durchgebrochen, doch Marcelinho brachte dessen Hereingabe nicht im Tor unter. Auch Distanzschüsse von Marcel Schäfer (27., 29.) blieben ohne Folgen.

Jansen an den Pfosten

Doch auch die Bayern hatten noch eine gute Möglichkeit in der ersten Halbzeit. Nach einer Freistoßflanke von Sagnol und Kopfballvorlage von Van Buyten konnte Marcell Jansen den Ball aber nur noch an den Außenpfosten lenken (23.). Später hatte der FCB zudem Pech, dass Schiedsrichter Herbert Fandel nach einem Handspiel von Ricardo Costa nicht auf Strafstoß entschied (37.). Nachdem Marcelinho noch einmal knapp über das Tor geschossen hatte (43.), blieb es zur Pause beim 0:0.

Mit Christian Lell für den angeschlagenen Jansen kamen die Bayern aus der Kabine, unverändert waren allerdings die Wolfsburger dem 1:0 näher als die Münchner. Marcelinho nahm in der 50. Minute Maß aus 15 Metern und scheiterte an Rensing, auch Dzekos Distanzschuss (56.) parierte der FCB-Keeper.

Debüt für Breno

Kurz darauf klärte Rensing nach einem Getümmel im Fünfmeterraum (60.), Daniel Baier schoss aus spitzem Winkel über das Tor (60.) und Costa traf das Außennetz (70.). Es spielte fast nur noch der VfL, während die Bayern, bei denen ab der 73. Minute Breno zu seinem Bundesligadebüt kam, darauf aus waren, das 0:0 über die Zeit zu bringen.

Mitte der zweiten Halbzeit kam dann das Offensivspiel des FCB kurz doch noch einmal in Schwung. Der eingewechselte Toni Kroos schoss nach Hereingabe von Podolski aber aus 15 Metern am Tor vorbei (73.), auch Podolski verfehlte kurz darauf aus der Distanz sein Ziel (77.). Auf der anderen Seite landete eine Grafite-Flanke am Pfosten (81.), kurz vor Schluss schoss der VfL-Stürmer allein vor Rensing noch am Tor vorbei. Dann war Schluss und die Meisterschaft unter Dach und Fach.

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