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Defensiv stark, offensiv effizient

FCB-Frauen gewinnen Spitzenspiel in Frankfurt

Abgeklärt in der Defensive und effizient in der Offensive – mit diesem Rezept haben die FC Bayern Frauen ihren Vorsprung in der Allianz Frauen-Bundesliga ausgebaut. Im Spitzenspiel bei Verfolger und Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt feierten die Münchnerinnen am Sonntagmittag einen hart erkämpften 1:0 (1:0)-Erfolg. Die Tabelle führt der FCB nun mit sechs Punkten vor dem Verfolgertrio aus Sand, Essen und Frankfurt an.

Vor 4.760 Zuschauern im Stadion am Brentanobad verdienten sich die Bayern in einer intensiven Partie den Sieg durch eine konzentrierte Abwehrleistung. Frankfurt machte über 90 Minuten Druck, schaffte es aber kaum, zum Abschluss zu kommen. Die Münchnerinnen ihrerseits nutzten ihre erste Chance zum 1:0 durch Ex-Frankfurterin Gina Lewandowski (22.) und verzeichneten durch Vivianne Miedema noch einen Lattenschuss (67.). Schon in einer Woche  (8. November, 13:15 Uhr, Grünwalder Stadion, Ticket-Infos) kommt es im DFB-Pokal-Achtelfinale zum Wiedersehen mit Frankfurt.

„Ich bin sehr glücklich über die drei Punkte", sagte FCB-Trainer Thomas Wörle, „am Anfang hatten wir Probleme, ins Spiel zu kommen. Nach unserem Tor haben wir uns dann befreien können und fortan sehr konsequent und diszipliniert verteidigt. Schade, dass wir die Räume in der zweiten Halbzeit nicht zum 2:0 genutzt haben.“

Lewandowski staubt ab

Gegen den Verfolger aus Frankfurt entschied sich Wörle, sein 3-4-3-System leicht abzuwandeln. Melanie Leupolz rückte aus dem defensiven Mittelfeld auf die offensive Zehner-Position, dafür rutschte Carina Wenninger aus der Abwehr ins Mittelfeld. In der Dreierkette füllte Caroline Abbé die Lücke auf. Erfreuliches zu entdecken, gab es beim Blick auf der Ersatzbank: Erstmals seit ihrem Wechsel von Frankfurt nach München gehörte die lange verletzte Verónica Boquete zum Kader.

Die Partie begann und die Bayern sahen sich sofort in die Defensive gedrängt. Die Gastgeberinnen gingen entschlossen zur Sache, gewannen die Zweikämpfe und machten Druck. Ein Drehschuss von Kerstin Garefrekes (3.) sowie ein Freistoß Simone Laudehr (7.) sorgten für erste Torgefahr.

Nach zehn Minuten bekamen die Münchnerinnen die Partie besser in den Griff. Mit einer gut gestaffelten Defensive hielten sie die Frankfurterinnen vom Tor fern. Offensiv lief jedoch noch nicht viel zusammen beim FCB – bis zur 22. Minute: Leonie Maier traf aus 18 Metern den Pfosten, den Abpraller drückte Lewandowski über die Linie. Erste Chance, erstes Tor!

Miedemas Lattenknaller

Auch in der verbleibenden ersten Halbzeit machten die Hessen Druck, kamen aber nicht mehr zum Abschluss. Die Bayern verteidigten geschickt und setzten vorne durch zwei Schüsse von Maier (40., 45.+2) noch Nadelstiche. Dann war Pause.

Ohne Wechsel auf beiden Seiten begann die zweite Hälfte. Frankfurt baute erneut Druck auf, die Bayern riegelten weiter ihren Strafraum ab und agierten bei ihren Gegenstößen zielstrebiger als vor der Pause. Durch Lisa Evans (47.) und Nicole Rolser (57.) für den FCB sowie durch Mandy Islacker (57.) gab es Schusschancen auf beiden Seiten. Bei einem Lattenknaller der eingewechselten Vivianne Miedema (67.) fehlten nur Zentimeter zum 2:0.

Ihren knappen Vorsprung verteidigten die Münchnerinnen abgeklärt bis zum Schlusspfiff. Frankfurt kam nur noch in Person von Störzel (90.+2) zum Abschluss, Tinja-Rikka Korpela parierte den Kopfball sicher. Auf der anderen Seite zielten Sara Däbritz (83.) und Miedema (90.+1) knapp am Tor vorbei. Am Ende bleib es beim 1:0.

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