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3:0 nach Verlängerung

FCB-Frauen kämpfen sich ins Pokal-Halbfinale

Das war ein schweres Stück Arbeit! Die Fußballfrauen des FC Bayern steuern im DFB-Pokal weiter auf Finalkurs. Im Viertelfinale setzte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle nach 120 hart umkämpften Minuten bei Bundesliga-Aufsteiger Werder Bremen mit 3:0 (0:0) nach Verlängerung durch und steht damit in der Runde der letzten Vier, wo Titelverteidiger VfL Wolfsburg, der SC Sand und der SC Freiburg als mögliche Gegner infrage kommen.

Trotz klarer Überlegenheit und der der Mehrzahl an Torchancen schaffte es der favorisierte Titelgewinner von 2012 nicht, das Bremer Bollwerk zu überwinden. Nach torloser regulärer Spielzeit war es Gina Lewandowski vorbehalten, in der Verlängerung den Bann zu brechen und die Münchnerinnen in der 97. Minute in Führung zu bringen. Vivianne Miedema (102./114.) sorgte mit einem Doppelpack für den standesgemäßen und auch in dieser Höhe verdienten Sieg des FCB.

Die Wörle-Elf übernahm von Beginn an die Initiative und schnürte die Gastgeberinnen in der Anfangsphase förmlich am eigenen Strafraum ein. Die größte Chance zur Führung hatte Sara Däbritz (9.), die nach Zuspiel von Leupolz nur knapp das Ziel verfehlte. Wenig später wurde ein Kopfball von Carolin Abbé (20.) auf der Torlinie geklärt. Danach kamen die Bremerinnen besser ins Spiel, lösten sich etwas von der Umklammerung der Bayern und starteten auch selbst gelegentliche Angriffe, ohne jedoch für echte Torgefahr zu sorgen.

Auf der Gegenseite taten sich die FCB-Frauen zunehmend schwer, gegen die vielbeinige Defensive der Hanseatinnen klare Torchancen herauszuspielen. Miedema (35.) und Lewandoski (39.) scheiterten mit ihren Versuchen aus der zweiten Reihe. Kurz vor der Halbzeitpause wurde schließlich ein Schuss von Abbé (45.) aus 14 Metern abgeblockt. Mit dem torlosen Remis ging es in die Kabinen.

Bayern lassen beste Chancen ungenutzt

Nach dem Seitenwechsel blieben die Münchnerinnen das aktivere Team, Bremen kam kaum einmal über die Mittellinie. Lewandowski (47./57.) scheiterte zwei Mal an der Bremer Torfrau Jennifer Martens, dazwischen vergab Vanessa Bürki (51.) die große Chance zur Führung, als sie aus vier Metern über das Tor zielte. Mit zunehmender Spielzeit nahm auch der Druck des FCB zu, Lewandowski und Bürki ließen eine Unsicherheit von Martens (63.) ungenutzt, ein Kopfball von Miedema (70.) strich knapp am Tor vorbei, ehe Lewandowski (71.) nur den Pfosten traf.

Mitten in der größten Drangphase der FCB-Frauen hatten dann plötzlich die Gastgeberinnen die große Möglichkeit, in Führung zu gehen. Maren Wallenhorst kam nach einem Querpass von Holstad an den Ball, ihr Schuss aus 18 Metern strich knapp am Torwinkel vorbei (72.). Nachdem Leupolz (82./87.) zwei Mal knapp das Ziel verfehlt und Melanie Behringer (85.) sowie die eingewechselte Kristie Mewis (90.+1) mit ihren Freistößen ebenfalls scheiterten war Schluss, es ging in die Verlängerung.

Und auch in dieser blieben die Münchnerinnen die spielbestimmende Elf und wurden in der 97. Minute für ihr Anrennen belohnt. Nach einem Eckball kam Lewandowski im Strafraum an den Ball, umspielte noch eine Abwehrspielerin und traf aus 14 Metern zur überfälligen 1:0-Führung. Nur fünf Minuten später erhöhte Miedema auf 2:0, die Gegenwehr der Hanseatinnen war damit endgültig gebrochen und der Halbfinal-Einzug des FCB perfekt. Kurz vor dem Ende traf erneut Miedema (114.) zum 3:0-Endstand.

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