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1:2 in Sand

FCB-Frauen verpassen Pokalfinale

Der Traum der FCB-Frauen vom DFB-Pokalfinale ist geplatzt. Im Halbfinale mussten sich die Münchnerinnen am Sonntagnachmittag beim SC Sand mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Vor 2.250 Zuschauern brachte Vivianne Miedema (35.) die Bayern zwar in Führung, die Gastgeberinnen drehten die Partie jedoch durch Treffer von Jovana Damnjanovic (61.) und Anne van Bonn (83.) und stehen nun zum ersten Mal im Endspiel (21. Mai in Köln).

„Sand hat einen großen Fight abgeliefert und ist belohnt worden für den großen Aufwand, den sie betrieben haben. Sie haben nicht unverdient gewonnen. Es war ein sehr enges Spiel, in dem wir uns schwer getan haben“, analysierte Trainer Thomas Wörle nach dem Schlusspfiff die erste (!) Saisonniederlage seiner Mannschaft. FCB-Spielführerin Melanie Behringer meinte: „Wir kamen nicht wirklich gut ins Spiel rein und waren heute schlussendlich nicht zwingend genug. Sand hat es sich erkämpft.“

Comeback von Leupolz

Nach sechs Wochen Pause (Knochenprellung und Erkältung) feierte Melanie Leupolz im Kühnmattstadion ihr Comeback. Für sie machte Nicole Rolser Platz in der ersten Elf. Dies war die einzige Veränderung im Vergleich zum 3:0 in Freiburg vor einer Woche. In der Allianz Frauen-Bundesliga sind die Münchnerinnen seit 40 Spielen ungeschlagenen, beim Überraschungsteam der Saison bekamen sie es aber mit dem erwartet schweren Gegner zu tun.

Lauf- und zweikampfstark bot der Tabellenvierte dem Liga-Spitzenreiter Paroli. Chancen blieben so auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Schüsse von Mana Iwabuchi (17.) und Sara Däbritz (33.) waren kein Problem für SC-Schlussfrau Kristina Kober. Auf der Gegenseite war aber auch Tinja-Riikka Korpela bei einer verunglückten Flanke von Jana Vojtekova (28.) sowie einem Abpraller von Nina Burger (29.) auf dem Posten.

Gerade als Sand seine beste Phase in der ersten Halbzeit hatte und die Münchnerinnen unter Druck setzte, schlugen die Bayern eiskalt zu. Leupolz eroberte im Mittelfeld den Ball, passte genau in den Lauf von Miedema, die Kober umkurvte und den Ball zum 1:0 ins leere Tor schob (35.). Danach kontrollierten die Münchnerinnen die Partie bis zur Halbzeit.

Aufsetzer, Innenpfosten, Tor

Nach Wiederanpfiff wurde der Druck der Gastgeberinnen wieder größer. Burger setzte einen Kopfball über das Tor (60.), dann bestrafte Damnjanovic die Passivität des FCB: Van Bonn setzte die SC-Stürmerin in Szene und die traf allein vor Korpela zum 1:1 (61.). Auch danach ließ Sand nicht locker, bei Schüssen von Dominika Skorvankova (65.), Damnjanovic (71.) und Burger (74.) musste Korpela aber nicht eingreifen.

In der Schlussphase der zweiten Halbzeit kämpften sich die Bayern zurück ins Spiel. Melanie Behringer (76.) verfehlte mit einem Fernschuss nur knapp das Tor, Leonie Maiers Kracher (78.) parierte Kober. Und meldete sich Sand zurück - und wie: Skorvankova legte zurück auf Van Bonn, die den Ball aus 17 Metern per Aufsetzer und via Innenpfosten ins Tor schoss - 1:2 (83.).

In der verbleibenden Spielzeit mobilisierte der FCB nochmal alle Kräfte und kam tatsächlich noch zu guten Gelegenheiten. Eunice Beckmann verpasste nur Sekunden nach ihrer Einwechslung das Tor nur knapp (89.), eine Direktabnahme von Nora Holstad (90.+2) parierte Kober. So blieb es beim 1:2.

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