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4:0 gegen Rossiyanka

FCB-Frauen nehmen Kurs aufs CL-Viertelfinale

Noch nie haben die FCB-Frauen das Viertelfinale der Champions League erreicht, doch jetzt steht die Tür mehr als nur einen Spalt offen. Im Achtelfinal-Hinspiel setzten sich die Münchnerinnen am Mittwochabend im Grünwalder Stadion gegen den russischen Meister FC Rossiyanka mit 4:0 (2:0) durch. Lisa Evans (41. Minute), Nicole Rolser (45.+2) und Vivianne Miedema (52., 75.) trafen für die überlegenen Bayern, die insgesamt den achten Pflichtspielsieg in Folge einfuhren. Das Rückspiel findet kommende Woche (17. November) in Moskau statt.

Ohne acht Spielerinnen - Melanie Leupolz, Viktoria Schnaderbeck, Mana Iwabuchi, Sarah Romert, Vanessa Bürki, Lena Lotzen, Manuela Zinsberger (alle verletzt), Anna Gerhardt (U20-WM) - stellte sich die Mannschaft fast von selbst auf. Trainer Thomas Wörle änderte sein Team im Vergleich zum 1:0-Sieg in Hoffenheim auch nur auf einer Position: Rolser lief anstelle von Gerhardt auf.

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt übernahmen die Bayern nach dem Anpfiff sofort die Initiative. Sie setzten die Russinnen mit Pressing und schnellen Angriffen unter Druck und erarbeiteten sich erste Gelegenheiten. Simone Laudehr (4., 8.), Gina Lewandowski (14., 15., 21.), Melanie Behringer (22.) und Vivianne Miedema (23.) zielten aber nicht genau genug.

Abgefälscht ins Tor

Rossiyanka war zunächst überwiegend mit Verteidigen beschäftigt, doch vor den Kontern der Gäste galt es immer auf der Hut zu sein. Mehr als einen Schuss von Elena Terekhova (11.) ließen die Münchnerinnen allerdings nicht zu. Je länger die Partie dauerte, desto mehr gelang es dem russischen Meister jedoch, den FCB vom Strafraum fernzuhalten.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit fanden Evans (38.) und Rolser (39.) wieder die eine oder andere kleine Lücke in der zweikampfstarken Defensive der Gäste - und plötzlich zappelte der Ball in den Maschen: Eine abgefälschte Evans-Hereingabe landete zum umjubelten 1:0 im Tor (41.)! Kurz darauf hätten Evans (43.) und Miedema (45.+1) die Führung beinahe erhöht, doch das tat schließlich in der Nachspielzeit Rolser: Nach feinem Zuspiel von Behringer ließ sie Rossiyanka-Torfrau Yulia Grichenko aus kurzer Distanz keine Chance - 2:0 (45.+2).

Mit Katharina Baunach für Simone Laudehr kamen die Bayern aus der Kabine und hatten durch Baunach auch gleich eine gute Chance - Ekaterina Dmitrenko rettet jedoch auf der Torlinie (47.). Fünf Minuten später konnten die Münchnerinnen aber wieder jubeln: Miedemas 16-Meter-Schuss prallte von der Unterkante der Latte ins Tor - 3:0 (52.).

Van der Gragt rettet

Doch die Russinnen gaben sich noch nicht geschlagen und wollten zumindest das so wichtige Auswärtstor erzielen. Um ein Haar wäre ihnen das auch gelungen, als Gabrielle Onguene zum Schuss kam - Stefanie van der Gragt rettet für die schon geschlagene FCB-Torfrau Tinja-Riikka Korpela auf Torlinie (55.).

Ansonsten verteidigten die Bayern aufmerksam und kombinierten sich mehrmals gefährlich vors gegnerische Tor. In der 72. Minute hätte die eingewechselte Carina Wenninger nach einem Eckball beinahe den vierten Treffer erzielt, zielte aber knapp neben das Tor. Der nächste Treffer fiel nur drei Minuten später: Miedema ließ Grichenko mit einem strammen Schuss unter die Latte keine Abwehrchance - 4:0 (75.).

Miedema (80.) und die eingewechselte Verena Wieder (82.) hätten per Kopf das Ergebnis sogar fast noch höher geschraubt. Am Ende blieb es aber beim verdienten 4:0.

FC Bayern Frauen - FC Rossiyanka 4:0 (2:0)

FC Bayern

Korpela - Maier, Van der Gragt, Holstad, Lewandowski - Behringer (61. Wenninger), Däbritz (78. Wieder) - Evans, Laudehr (46. Baunach) - Miedema, Rolser

Ersatz

Weimar, Abbé, Falknor, Faißt

Rossiyanka

Grichenko - Kovalenko, Dmitrenko, Kozhnikova, Aleksanyan - Blynskaya, Terekhova - Sochneva, Boychenko (64. Cholovyaga), Onguene (85. Ziyastinova) - N'Rehy (72. Nahi)

Schiedsrichterin

Sandra Bastos (Portugal)

Tore

1:0 Evans (41.), 2:0 Rolser (45.+2), 3:0 Miedema (52.), 4:0 Miedema (75.)

Gelbe Karten

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