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1:2 gegen Potsdam

FCB-Frauen im Spitzenspiel knapp geschlagen

Die FC Bayern Frauen haben das Topspiel der Allianz Frauen-Bundesliga gegen Turbine Potsdam knapp verloren. In einer hart umkämpften, von vielen Standardsituationen geprägten Partie mussten sie sich mit 1:2 (0:0) knapp geschlagen geben. Durch die zweite Saisonniederlage gaben die Bayern (22 Punkte) die Tabellenführung an Potsdam (24) ab.

Vor den Augen von FCB-Präsident Uli Hoeneß im Grünwalder Stadion brachte Johanna Elsig (48. Minute) die Gäste kurz nach der Pause in Führung. Wenig später stand es nach einem unglücklichen Eigentor von Nora Holstad (58.) sogar 0:2. Ein weiterer Treffer ins eigene Tor, diesmal auf der anderen Seite durch Elsig (62.), brachte den FCB noch einmal heran. Die Schlussoffensive der Münchnerinnen wurde aber nicht mehr belohnt.

„Der Sieg von Potsdam ist nicht unverdient“, sagte FCB-Chefcoach Thomas Wörle nach dem Schlusspfiff, „es war ein Spiel auf Augenhöhe, sehr eng und umkämpft. Es gab nur wenige Momente, in denen man mit Ruhe spielen konnte. Nach dem 0:2 sind wir zurückgekommen, haben noch einmal Druck entfacht und hätten das 2:2 machen können.“

Immer wieder Standards

Eine Woche nach dem ungefährdeten Pokalsieg in Ibbenbüren kehrten Melanie Behringer und Stefanie van der Gragt in die erste Elf zurück. Die Münchnerinnen bekamen es mit körperlich starken und selbstbewussten Gästen zu tun, die zunächst die Initiative übernahmen und sich nach Standards erste Gelegenheiten erarbeiteten (6., 9.). In der 17. Minute umspielte Svenja Huth FCB-Torfrau Tinja-Riikka Korpela, brachte den Ball aber nicht aufs leere Tor.

Dann wachten die Bayern auf. Abschlüsse von Behringer (20., 25.) und Miedema (28.) sorgten aber nur im Ansatz für Torgefahr. Nach einer halben Stunde meldete sich Potsdam zurück. Kellond-Knight sorgte mit zwei Freistößen (31., 35.) für Unruhe im FCB-Strafraum. Wenig später scheiterte Huth allein vor Korpela (42.). Sekunden vor dem Halbzeitpfiff nochmal der FCB: Leonie Maier verpasste eine Faißt-Hereingabe um Zentimeter (45.).

„Man merkt, dass es um sehr viel geht. Es wird körperlich hart gespielt, darunter leidet der Spielfluss“, lautete das Halbzeitfazit von Hoeneß. Das wurde in der zweiten Hälfte ein wenig besser, nachdem Elsig das erste Tor erzielte: Einen Freistoß von Kellond-Knight lenkte sie per Kopf in die Maschen (48.). Die Bayern drängten danach auf den Ausgleich und kamen zu einer Chance durch Lewandowski (51.).

Zweimal ins eigene Tor

Gleichzeitig ergaben sich aber auch Räume für Potsdam. Inka Wesely (56.) hätte nach einem Freistoß beinahe auf 2:0 erhöht. Das Tor fiel dann zwei Minuten später: Holstad bugsierte eine flache Hereingabe von Huth ins eigene Tor (58.). Die Bayern gaben sich aber noch nicht geschlagen und antworteten diesmal prompt: Faißt flankte, in der Mitte wollte Elsig vor Miedema retten und bugsierte die Kugel dabei ins eigene Tor - 1:2 (62.).

In der verbleibenden Spielzeit bestimmten die Münchnerinnen die Partie. Turbine kam nur noch nach einem Eckball (65.) zu einer Gelegenheit, ansonsten drängten die Bayern auf den Ausgleich, dem allerdings Potsdams Torfrau Lisa Schmitz immer wieder im Wege stand. Sie parierte Schüsse von Behringer (75., 77.), war vor der heranstürmenden Rolser (84.) zur Stelle und aus kurzer Distanz gegen Miedema (88.). In der Nachspielzeit konnte auch Simone Laudehr mit einem Kopfball Schmitz nicht überwinden. So blieb es beim 1:2.

Spiel-Facts

  • FC Bayern Frauen

    Korpela - Maier (74. Wenninger), Van der Gragt, Holstad, Lewandowski - Behringer - Evans (58. Rolser), Laudehr, Däbritz (85. Abbé), Faißt - Miedema


    Ersatz

    Weimar, Baunach, Falknor, Gerhardt


  • Turbine Potsdam

    Schmitz - Schmidt (40. Siwinska), Wesely,Elsig, Meister - Aigbogun (70. Gasper), Kellond-Knight, Zadrazil, Rauch - Kemme (76. Lindner), Huth


  • Schiedsrichter

    Karoline Wacker (Marbach am Neckar)


  • Tore

    0:1 Elsig (48.), 0:2 Holstad (58./Eigentor),1:2 Elsig (62./Eigentor)


  • Gelbe Karten

    Wenninger / Rauch

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