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Mit Pizarro und Shaqiri

FCB will auch das Weserstadion stürmen

Orkantief Xaver ist folgenlos über Bremen hinweg gezogen, das Weserstadion wurde vom Wasser verschont und das Bundesligaspiel zwischen dem gastgebenden SV Werder und dem FC Bayern kann wie geplant am Samstagnachmittag (ab 15:30 Uhr im Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) angepfiffen werden. Dafür möchte der Rekordmeister bei seiner Dienstreise in den Norden das Weserstadion stürmen und seine Serie von 39 ungeschlagenen Spielen hintereinander fortsetzen.

„In Bremen sind das immer heiße Spiele gewesen, egal wie die Mannschaft von Bremen ausgesehen hat“, sagte Thomas Müller vor der Partie beim Tabellen-13, der „aktuell nicht mehr in der Verfassung ist wie vor drei, vier Jahren“, so Müller weiter. Aber genau diese Konstellation sei „nicht zu unterschätzen“, warnte der Offensivallrounder, ein Selbstläufer sei das Duell mit den Hanseaten nicht. „Wir müssen immer erst mal die Spiele gewinnen, da gehört immer ein Stück Arbeit dazu.“

Herbstmeisterschaft 'nicht so wichtig'

Mit einem Sieg in Bremen könnte sich der FCB (38 Punkte) vorzeitig die inoffizielle Herbstmeisterschaft sichern - vorausgesetzt, Borussia Dortmund (31) gewinnt das Verfolgerduell gegen Bayer Leverkusen (34). Doch Guardiola interessiert diese Zwischenetappe in seiner ersten Bundesligasaison wenig. „Die Bundesliga ist im Winter nicht zu Ende. Das ist nicht so wichtig“, erklärte der Spanier am Freitag vor dem Abschlusstraining seiner Elf und ergänzte: „Die Statistik ist super, aber keine Trophäe.“

Weitaus mehr Gedanken macht sich der 42 Jahre alte Fußballlehrer um den Zustand seiner Mannschaft. „Ich bin ein bisschen besorgt für morgen“, gestand Guardiola. Nach dem schwer erkämpften Pokalerfolg am Mittwoch in Augsburg habe sein Team „nur zweieinhalb Tage zum Regenerieren gehabt“, zudem habe der FCB „viele Verletzte, wir können wenig rotieren“. Auch Müller weiß: „Die Kräfte sind vielleicht nicht mehr ganz bei hundert Prozent, wir müssen einfach auf die Zähne beißen.“

Pizarro und Shaqiri zurück

Dabei muss der Rekordmeister bis zur Winterpause auf die Dienste von Arjen Robben verzichten, der wegen einer Knieverletzung rund sechs Wochen pausieren muss. „Das ist sehr schade für ihn, er hat grandios gespielt“, bedauerte Guardiola den Ausfall des Niederländers. „Das ist unglaublich bitter für uns“, schloss sich Müller an. Robben habe in den letzten Spielen „immer einen entscheidenden Beitrag zu den Siegen geleistet. Wir müssen das auffangen, wie wir die anderen Ausfälle auch aufgefangen haben. Da müssen andere in die Bresche springen.“

Wie beispielsweise Franck Ribéry, der in Augsburg bereits ein Kurz-Comeback gefeiert hatte und in Bremen wieder in der Startelf stehen könnte. Oder aber Claudio Pizarro und Xherdan Shaqiri. Beide haben sich von ihren Muskelbündelrissen erholt und werden gegen Bremen wieder in den Kader der Bayern zurückkehren. Für Kapitän Philipp Lahm hingegen kommt die Partie an der Weser noch zu früh. Guardiola hofft, am kommenden Dienstag gegen Manchester City wieder auf den 30-Jährigen setzen zu können.

Robben oder Ribéry - kein Unterschied

Für Bremens Trainer Robin Dutt hat Robbens Ausfall keine Auswirkungen auf die Partie. „Ich gehe davon aus, dass Franck Ribéry spielt. Ob Robben oder Ribery, für mich ist das kein Unterschied“, erklärte der Werder-Coach. Dutt bangt vor dem Spiel noch um den Einsatz von Stürmer Franco Di Santo (Hüftprobleme). Definitiv ausfallen werden Felix Kroos (Innenbandriss), Zlatko Junuzovic (Sprunggelenkverletzung) und Sebastian Prödl (Trainingsrückstand).

„Wenn wir gegen Bayern was holen wollen, müssen die elf Spieler, die von Anfang an auf dem Platz stehen, ab der ersten Minute um ihr sportliches Leben rennen“, weiß Dutt um die Schwere der Aufgabe gegen den Rekordmeister. Aber auch Guardiola erwartet „kein einfaches“ Spiel, da Werder „die ganze Woche Zeit hatte, sich vorzubereiten und zu fokussieren. Das wird gefährlich.“

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