präsentiert von
Menü
93. Südschlager

Ohne Ribéry und Robben nach Stuttgart

Die Rückrunde der laufenden Saison hat kaum begonnen, schon steht für den FC Bayern eine englische Woche auf dem Programm. Grund dafür ist die FIFA Klub-Weltmeisterschaft Mitte Dezember, wegen der das letzte Hinrundenspiel des deutschen Rekordmeisters beim VfB Stuttgart verschoben werden musste. Am Mittwochabend (ab 20:00 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) tritt der souveräne Tabellenführer nun im 93. Südschlager bei den Schwaben an und möchte nach dem abgeklärten 2:0-Erfolg in Mönchengladbach auch im zweiten Spiel nach der Winterpause einen Sieg feiern.

„Wir haben jetzt die große Chance nachzulegen und unseren Vorsprung auszubauen. Das ist unser Ziel“, sagte Kapitän Philipp Lahm vor der Nachholpartie des 17. Spieltags. Die Statistik spricht dabei klar für den Triple-Sieger, der die letzten neun Pflichtspiele gegen die Schwaben gewonnen hat und die letzte Niederlage in Stuttgart im Jahr 2007 hinnehmen musste. „Wir haben dort zwar in letzter Zeit immer gepunktet, aber leicht war es nie“, erinnerte sich Lahm. „Es liegt an uns. Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann fahren wir mit drei Punkten nach Hause.“

Guardiola erwartet aggressiven VfB

Doch allein auf die Statistik ist kein Verlass, das weiß auch Trainer Pep Guardiola. „Für Stuttgart ist die Situation jetzt die gleiche wie für uns vor dem Spiel in Mönchengladbach“, erinnerte der Spanier an die 0:3-Niederlage des FCB im letzten Testspiel bei Red Bull Salzburg. Der VfB startete mit einer 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 aus der Winterpause und ist nun gegen den Südrivalen auf Wiedergutmachung aus. Daher erwartet Guardiola „eine aggressive“ und „sehr fokussierte“ Stuttgarter Mannschaft, die vor allem „in den ersten 15 Minuten immer gefährlich ist“.

Auf 13 Punkte könnte seine Elf den Vorsprung auf Verfolger Bayer Leverkusen bei einem Sieg in Stuttgart ausbauen. Von einer Vorentscheidung im Titelkampf wollte der 43-Jährige aber noch nichts wissen. „Wir haben noch Januar, da hat noch keine Mannschaft der Welt die Meisterschaft gefeiert“, mahnte Guardiola. Es seien „noch viele Spiele zu spielen und viele Punkte zu vergeben“, stellte er klar, „aber natürlich sind wir in einer guten Position. Ich vertraue auf meine Mannschaft und hoffe auf drei Punkte mehr.“

Allerdings muss Guardiola auch in Stuttgart wieder auf einige Akteure verzichten. Franck Ribéry muss wie schon in Gladbach aufgrund muskulärer Probleme passen, und auch Arjen Robben, der gegen die Borussia sein Comeback nach einer Fleischwunde gab, fehlt aus den gleichen Gründen. Dafür kehrt der zuletzt nicht berücksichtigte Mario Mandzukic in den Kader zurück. Neben Rib & Rob fehlen weiterhin Holger Badstuber (Reha nach Kreuzband-OP) sowie Bastian Schweinsteiger, Daniel van Buyten und Javi Martínez, deren Genesung aber zunehmend Fortschritte macht.

Während die Bayern auch im neuen Jahr ihre Siegesserie fortsetzen, herrscht beim VfB drei Tage nach der 1:2-Heimniederlage gegen Mainz hingegen Ernüchterung. Mit großer Aufbruchsstimmung wollten die Schwaben die Rückrunde angehen, doch mit lediglich 19 Punkten nach 17 Partien muss der Meister von 2007 in der Tabelle nach unten blicken, zumal drei Tage nach dem Nachholspiel gegen den FCB die schwere Auswärtspartie beim Tabellenzweiten aus Leverkusen auf dem Programm steht.

VfB muss ans Limit gehen

„Wenn man die Bayern sieht, muss sich die halbe Welt Sorgen machen“, meinte Stuttgarts Stürmer Vedad Ibisevic auf die Frage, ob dem VfB nicht Angst und Bange werden müsse vor einem Fehlstart. „Ich habe ein bisschen die Gier vermisst, das Spiel gewinnen zu wollen“, bemängelte Manager Fredi Bobic nach der Niederlage gegen Mainz.

Dies soll sich nach Möglichkeit schon am Mittwoch gegen die Münchner ändern. „Wir müssen schauen, dass was drin ist gegen die Bayern“, übte sich der gebürtige Münchner Moritz Leitner in Zweckoptimismus. Trainer Thomas Schneider sieht sein Team als klaren Außenseiter: „Ich kenne keine Schwachstelle“, meinte der Übungsleiter. „Wir müssen absolut an unser Limit gehen. Wir brauchen einen überragenden Tag und ein Quäntchen Glück.“

Weitere Inhalte