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Zwischen Pokal und CL

Bayern fokussiert sich auf den Liga-Alltag

Bundesliga, DFB-Pokal, Champions League - der Tanz auf drei Hochzeiten hat den FC Bayern fest im Griff. Zwischen dem ungefährdeten Einzug ins Pokalhalbfinale beim Hamburger SV (5:0) und dem Achtelfinal-Hinspiel in der Königsklasse beim FC Arsenal steht dem deutschen Rekordmeister am Samstag zunächst Liga-Alltag bevor. Im Heimspiel gegen SC Freiburg (ab 15:30 Uhr im Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) will der Triple-Gewinner seine Erfolgsserie fortsetzen und seine Vormachtstellung untermauern.

„Wir fokussieren uns nur auf das nächste Spiel. Die Ausgangsposition ist gut. Aber wir müssen noch viel, viel laufen“, stellte Trainer Pep Guardiola die Bedeutung der Partie gegen den Tabellen-15. hervor. Zunächst gilt es also, die Pflichtaufgabe zu erfüllen, Gedanken an das schwere Spiel in London am kommenden Mittwoch sind erst ab dem Schlusspfiff gestattet. „Wir müssen uns fokussieren. Das nächste Spiel ist immer das wichtigste. Ab Sonntag konzentrieren wir uns dann auf die Champions League“, so Guardiola.

Neben Bayer Leverkusen war der SC Freiburg in der Hinrunde der einzige Verein, gegen den die seit 45 Spielen in der Bundesliga ungeschlagenen Münchner nicht gewinnen konnten. „Sie haben damals gegen uns ein gutes Spiel gemacht“, erinnerte Guardiola an das 1:1-Unentschieden. „Freiburg spielt sehr aggressiv“, weiß der FCB-Coach, dass sich seine Elf am Samstag auf einen bissigen und laufstarken Gegner einstellen muss. „Wir müssen in der Lage sein, ein gutes Spiel zu machen und drei Punkte zu holen. Das ist unser Ziel.“

Mandzukic fehlt gesperrt

Gut möglich, dass der 43 Jahre alte Spanier gegen Freiburg sein Team im Vergleich zur Partie in Hamburg auf mehreren Positionen verändert, um dem einen oder anderen Spieler vor dem Arsenal-Spiel noch einmal eine Pause zu gönnen. Zumindest eine Umstellung steht bereits fest: Mario Mandzukic, gegen den HSV noch dreifacher Torschütze, fehlt wegen einer Gelbsperre. Für Bastian Schweinsteiger komme ein Einsatz in der Startelf nach seinem Comeback in der Hansestadt noch „ein bisschen zu früh“, so Guardiola, der zudem auf Franck Ribéry (Gesäß-OP) und Holger Badstuber (Aufbautraining) verzichten muss.

Der SCF ist nach einer durchwachsenen Hinrunde mit nur 14 Punkten aus 17 Spielen gut in die zweite Halbserie gestartet. Dem 3:2-Auftaktsieg gegen Bayer Leverkusen folgten eine 0:2-Niederlage in Mainz sowie ein 1:1-Remis gegen Hoffenheim. Und auch wenn die Bilanz in München gegen sie spricht (zwei Remis, zwölf Niederlagen), so reisen die Breisgauer nicht ohne Hoffnung in die Allianz Arena. „Statistiken interessieren mich nicht“, sagte SC-Trainer Christian Streich. „Je länger eine Serie dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu Ende geht.“

SCF will Bayern ärgern

Ob ausgerechnet die Freiburger die Münchner Erfolgsserie beenden können, ist zwar fraglich, aber zumindest ärgern will der SCF den Rekordmeister - so wie schon vor knapp sechs Monaten. „Im Hinspiel haben wir das toll gemacht und uns gut gewehrt, auch wenn die Münchner ihre Chancen hatten. Aber jetzt befinden wir uns in einer ganz anderen Phase der Saison“, meinte Streich, dessen Team sich nach dem Ausscheiden in der Europa League nun voll auf den Liga-Alltag konzentrieren kann.

„Wir freuen uns auf die Partie und wollen läuferisch, kämpferisch und taktisch alles dafür tun, damit es die Bayern nicht einfach haben“, so Streich weiter. „Wir fahren nicht nach München, um zu sagen: Das Spiel haben wir eh verloren. Wir gehen dorthin und versuchen, es gut zu machen und ein anständiger Gegenpart zu sein.“ Stürmer Admir Mehmedi weiß: „Auf dem Papier ist das sicher die schwerste Aufgabe, aber wir haben nichts zu verlieren. Wir wollen unser Bestes geben.“

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