präsentiert von
Menü
'Wir sind gewarnt'

FCB will mit einem Sieg ins Viertelfinale

Die Tür zum Champions-League-Viertelfinale ist aufgestoßen, jetzt ist es am FC Bayern, den Schritt zu machen und hindurchzugehen. Nach dem 2:0-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Arsenal London kann der Titelverteidiger im Rückspiel am Dienstagabend (ab 20:45 Uhr im FCB-Liveticker und im Free-Webradio) in der heimischen Allianz Arena alles klar machen und in die Runde der letzten Acht einziehen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola den Zwei-Tore-Vorsprung nicht verspielt.

„Wenn wir anfangen, auf Zeit zu spielen und das Ergebnis nur zu verteidigen, werden wir große Probleme bekommen“, warnte Guardiola am Montag auf der abschließenden Pressekonferenz. Toni Kroos weiß, dass das Duell mit den Gunners noch keineswegs entschieden ist. „2:0 ist immer ein gefährliches Ergebnis, das haben wir im letzten Jahr gesehen“, erinnerte Kroos an das Achtelfinale im Vorjahr, als der FCB nach einem 3:1 in London das Rückspiel 0:2 verlor und sich am Rande des Ausscheidens befand. „Arsenal ist eine Mannschaft, die ein 0:2 aufholen kann.“

Großes Selbstvertrauen

„Wir haben ein gutes Ergebnis im Rücken, wollen ein gutes Spiel abliefern und eine Runde weiterkommen“, erklärte Thomas Müller, verwies aber ebenfalls auf die Partie der Vorsaison in der Arena. „Wir haben eine Lektion gelernt, wir wissen was letztes Jahr passiert ist. Das war eine gute Warnung“, meinte Müller vor der Neuauflage des letztjährigen Achtelfinales und fügte hinzu: „Ich gehe nicht davon aus, dass wir wieder 0:2 verlieren.“

Angesichts von zehn Siegen in zehn Spielen nach der Winterpause sei das „Selbstvertrauen sehr groß“ beim Triple-Sieger, so Müller. Daher werde man gegen den Tabellen-Dritten der englischen Premier League „auf keinen Fall leichtfertig“ ins Spiel gehen „Wir müssen sofort in den Zweikämpfen drin sein, körperlich dagegenhalten und versuchen, uns den Gegner durch viel Ballbesitz zurechtzulegen“, sagte der mit 20 Treffern zweiterfolgreichste Deutsche in der Geschichte der Königsklasse.

Wieder mehr Dominanz

Schon unmittelbar nach dem 6:1-Sieg seiner Elf am Samstag beim VfL Wolfsburg hatte Guardiola für die Partie am Dienstagabend wieder mehr Dominanz im eigenen Spiel eingefordert: „Wir müssen mit dem Ball dominieren“. Er kenne Arsenal „sehr gut“, erklärte Guardiola, „sie haben die Qualität für viel Ballbesitz. Wir dürfen Arsenal nicht die Möglichkeit geben, zu spielen. Wir müssen das Spiel kontrollieren. Wenn wir den Ball haben, kommen wir ins Viertelfinale. Wenn wir Arsenal den Ball lassen, kommen sie ins Viertelfinale.“

Der 43-Jährige geriet regelrecht ins Schwärmen, als er die Kreativabteilung der Engländer um Kapitän Mikel Arteta, Santi Cazorla und auch Mesut Özil aufzählte. „Wenn sie den Ball haben mit ihren Qualitäten im Mittelfeld, kann alles passieren.“ Die Gunners haben nach der Hinspiel-Niederlage nichts mehr zu verlieren und werden auch dementsprechend in München auftreten. „Für Arsenal ist es ein Finale, da werden die Spieler alles geben. Ich erwarte, dass sie ihre beste Leistung zeigen.“

Alle Mann an Bord

Personell kann Guardiola aus dem Vollen schöpfen. Bis auf den rekonvaleszenten Holger Badstuber sind alle Mann an Bord, 18 von ihnen werden auf dem offiziellen Spielberichtsbogen der UEFA stehen. Der am Wochenende in Wolfsburg geschonte Mario Götze wird wohl wieder in den Kader rutschen, wer für ihn weichen muss, ist noch offen. Überhaupt lässt sich Guardiola in Sachen Aufstellung auch dieses Mal nicht in die Karten schauen.

„In so einem Spiel will man unbedingt von Anfang an spielen“, hofft Müller, in Wolfsburg wie Mario Mandzukic noch zweifacher Torschütze, darauf, auch gegen Arsenal in der Startelf zu stehen. Dass er zum Start in die entscheidenden Wochen die Qual der Wahl hat, nahm Guardiola entspannt zur Kenntnis und scherzte, dass stets in den K.o.-Spielen der Champions League plötzlich niemand mehr verletzt sei. „Ich weiß nicht warum, aber dann sind immer alle fit.“

Weitere Inhalte