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CL-Auftakt ohne Ribéry

'Es gibt kein besseres Spiel zum Start'

In die richtige Reihenfolge gebracht haben Töne ganz besondere Kräfte. Sie lassen Herzen hüpfen, Tränen kullern - und wenn am Mittwochabend um kurz vor 20:45 Uhr in der Allianz Arena die Champions-League-Hymne ertönt, wird sie den Spielern auf dem Rasen ebenso wie den Fans auf den Rängen und vor den heimischen TV-Geräten Gänsehaut über den Körper kriechen lassen. „Der Hunger, die Vorfreude ist sehr groß“, beschrieb Philipp Lahm das Kribbeln beim FC Bayern vor dem ersten CL-Abend nach 141 Tagen (live im Ticker und im Free-Webradio). „Es ist einfach schön, sich mit den Besten zu messen. Im Vereinsfußball gibt es nichts Größeres!“

Der Gegner tut sein Übriges dazu. Manchester City. Englands Meister. Gespickt mit großen Namen: David Silva, Sergio Agüero, Edin Dzeko, Samir Nasri, Yaya Touré, Frank Lampard, Vincent Kompany... „Wir spielen gegen eine Toptop-Mannschaft. Alle Spieler sind überragend“, sagte Guardiola. „Es gibt kein besseres Spiel zum Start“, kann Jérôme Boateng den Anpfiff kaum erwarten. Der ehemalige City-Profi geht „mit viel Selbstbewusstsein“ in die Partie: „Wir spielen zuhause und wollen den Rückenwind vom letzten Wochenende mitnehmen.“

Lehren aus dem Vorjahr

Für Lahm ist ManCity der „wahrscheinlich größte Mitkonkurrent in unserer Gruppe“. So wie in der letzten Saison, als die Citizens die Partie in München nach 0:2-Rückstand noch 3:2 gewannen und die Gruppe hauchdünn hinter dem FCB als Zweiter abschlossen. „Ich weiß, was letzte Saison hier in der Allianz Arena passiert ist“, sagte Guardiola, „wir haben gelernt: Wenn wir nicht mit elf Mann gegen sie verteidigen, bekommen wir Probleme.“

Stabilität in der Defensive sei der Schlüssel zum Erfolg, hat auch Lahm die Lehren aus dem letztjährigen Duell mit den Engländern gezogen: „Wenn wir ein bisschen nachlassen, zeigt sich die Klasse von Manchester City.“ Guardiola formulierte das Erfolgsrezept für Mittwoch: „Wir müssen das Spiel mit dem Ball kontrollieren. Und wenn wir nicht den Ball haben, müssen wir laufen, laufen.“

Neben ManCity bekommt es der FC Bayern in Gruppe E noch mit AS Rom und ZSKA Moskau zu tun. „Ich weiß nicht, ob es schon mal eine ausgeglichenere Gruppe gab“, meinte Matthias Sammer und nannte die Vorrunde „eine schwierige Aufgabe. Wir müssen kämpfen, fighten, stabil sein.“

Ribéry pausiert, Robben trainiert

Personell hat sich die Lage vor dem CL-Auftakt wieder zugespitzt. Franck Ribéry, der am Wochenende sein 20-minütiges Saisondebüt beim 2:0 gegen Stuttgart mit einem Tor krönte, laboriert erneut an Patellasehnenproblemen und fällt aus. Auch Holger Badstuber muss wieder pausieren (fcbayern.de berichtete). „Aber wir brauchen nicht jammern, sondern müssen das Spiel annehmen“, betonte Lahm, „wir haben immer noch eine Mannschaft mit viel Qualität. Das gilt es morgen zu zeigen.“

Und knapp 28 Stunden vor dem Anpfiff gab es ja auch gute Nachrichten. So konnte Arjen Robben, der gegen Stuttgart mit Knieproblemen ausgesetzt hatte, am Abschlusstraining teilnehmen und könnte in den Kader zurückkehren. Auch Neuzugang Medhi Benatia komme immer besser in Fahrt, berichtete Guardiola: „Er hat in den letzten Tagen sehr gut trainiert. Ich bin sehr zufrieden mit ihm.“

Vier Mal in den letzten fünf Jahren erreichte der FCB in der Champions League mindestens das Halbfinale. Der FCB hat also trotz anhaltender Verletzungssorgen allen Grund, mit breiter Brust in die neue Königsklassen-Saison zu starten. „Keine Sorge, kein Bammel, sondern Vorfreude und die Überzeugung, morgen drei Punkte einzufahren“, gab Lahm als Losung für den Auftakt gegen ManCity aus. Das Champions-League-Finale findet am 6. Juni 2015 in Berlin statt - wenn das nicht Musik ist in Bayern-Ohren...

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