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'Wir sind bereit'

Bayern wollen 'großen Schritt' machen

Antikes Gemäuer hier, kunstvolle Brunnen dort, Kirchen an jeder Ecke. Scharen von Touristen wandern zwischen Kolosseum, Forum Romanum und Petersdom umher, spazieren über die Spanische Treppe und winden sich in langen Schlangen vor den Museen. Mehr als ein paar Blicke aus dem Bus werden die Bayern aber nicht von der Ewigen Stadt erhaschen. „Wir sind beruflich hier und nicht als Reisegruppe“, stellte Thomas Müller 27 Stunden vor dem Champions-League-Spiel beim AS Rom (Dienstag 20:45, live im Ticker und im Free-Webradio) klar. „Wir wollen ein gutes Spiel abliefern. Darauf liegt unser Fokus.“

Keine Zeit für Dolce Vita hat auch Pep Guardiola, der einst selbst das Trikot der Giallorossi getragen hat (2003). „Rom ist eine schöne Stadt. Ich war sechs Monate hier, es war eine gute Zeit“, blickte der FCB-Chefcoach auf der abschließenden Pressekonferenz nur kurz zurück. Seine Konzentration gelte voll und ganz dem Hier und Jetzt, dem Gegner und seiner eigenen Mannschaft. Denn: „Morgen haben wir eine große Gelegenheit, einen großen Schritt zu machen.“

AS Rom gegen Bayern München - das ist das Duell des Gruppenzweiten (4 Punkte) gegen den Spitzenreiter (6). Schon in zwei Wochen treffen beide Klubs in München erneut aufeinander. „Wir sind in einer perfekten Position. Wenn wir beide Spiele gewinnen, werden wir uns qualifizieren“, ist Guardiola überzeugt, „aber das gilt auch für die Roma.“

'Nicht typisch italienisch'

Die Bayern erwarten ein enges Spiel im „Hexenkessel“ (Müller) Stadio Olimpico. „Rom ist im Moment unser härtester Konkurrent. Sie spielen derzeit den besten Fußball in Italien“, meinte Arjen Robben über die Römer, die in dieser Saison alle fünf Pflichtspiele im eigenen Stadion gewonnen haben und in der Serie A auf Platz zwei rangieren. „Sie haben viel Qualität in der Mannschaft, spielen nicht typisch italienisch. Es ist schön anzuschauen, wie sie spielen“, sagte Robben.

„Vor allem als Offensivspieler freut man sich darauf, gegen eine Mannschaft zu spielen, die höchstwahrscheinlich nicht mit elf Mann am eigenen Strafraum verteidigen wird“, hofft Thomas Müller auf mehr Raum in der Offensive. Gleichzeitig dürfte aber auf die Defensive deutlich mehr Arbeit zukommen als in den letzten Bundesligapartien (6:0 Bremen, 4:0 Hannover, 2:0 Köln, 4:0 Paderborn). „Wir müssen alles in die Waagschale werfen“, sagte Manuel Neuer, der seit 748 Pflichtspielminuten kein Gegentor mehr kassiert hat.

Alaba fit

Roms Trainer Rudi Garcia kündigte den Münchnern einen großen Kampf an: „Wir werden alles tun, um es dem FC Bayern schwer zu machen. Wir haben Hunger und Lust, ein großartiges Spiel zu machen. Das Stadion wird brennen.“ Auf den verletzten Mittelfeldspieler Seydou Keita muss Garcia gegen Bayern verzichten, ansonsten kann er seine Topelf um Roma-Legende Francesco Totti aufbieten.

Beim FCB hat sich David Alaba fit gemeldet für die Partie. Auch Franck Ribéry, der vergangenen Samstag sein Comeback feierte, ist nicht als Tourist mit in die Ewige Stadt gereist. „Wenn wir so agieren, wie wir agieren können, haben wir gute Chancen, auch in Rom drei Punkte zu holen und einen großen Schritt in die richtige Richtung zu machen“, ist Philipp Lahm überzeugt. Robben kann den Anpfiff kaum erwarten: „Das sind zwei Spiele, für die wir jetzt auch bereit sind. Wir werden gut vorbereitet sein.“

Für fcbayern.de in Rom: Nikolaus Heindl

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