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Gruppensieg winkt

FCB will gegen Rom 'den Sack zumachen'

Es war „ein Abend für die Ewigkeit“ (Karl-Heinz Rummenigge), als der FC Bayern vor zwei Wochen sein Champions-League-Gruppenspiel beim AS Rom mit 7:1 gewann und seine Spitzenposition in der Gruppe E eindrucksvoll ausbaute. Im Rückspiel gegen den italienischen Vizemeister am Mittwochabend in der Münchner Allianz Arena kann die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola nun noch einen draufsetzen: Bereits ein Punkt reicht dem deutschen Rekordmeister, um den Einzug ins Achtelfinale vorzeitig perfekt zu machen.

„Wir dürfen uns eine historische Chance nicht entgehen lassen“, sagte Vorstandschef Rummenigge. „Solch eine magische Nacht, in der beinahe jeder Schuss ein Treffer ist, wird es gegen die Roma wahrscheinlich nicht noch einmal geben“, warnte Rummenigge vor überhöhten Erwartungen, dennoch wolle man „in einer enorm schweren Gruppe“ am Mittwochabend „den Sack zumachen“. Mit neun Punkten führen die Bayern, die bei 18 Teilnahmen 17 Mal die K.o-Phase erreichten, die Tabelle vor Rom (4), Manchester City (2) und ZSKA Moskau (1) an.

Hundert Prozent Vollgas

Zum sechsten Mal starteten die Münchner in dieser Saison mit drei Erfolgen aus den ersten drei Partien in eine Gruppenphase der Königsklasse, mit einem weiteren Sieg könnte sich der FCB als erstes deutsches Team überhaupt bereits nach dem vierten Spieltag den Gruppensieg sichern. „Das ist natürlich etwas ganz Besonderes“, erklärte Arjen Robben. Mit diesem Ziel vor Augen gehen die Münchner nach 15 ungeschlagenen Pflichtspielen hintereinander „mit viel Selbstvertrauen in das Spiel rein und wollen es gewinnen“, so Robben weiter.

Der Niederländer und seine Kollegen gehen allerdings nicht von einer Wiederholung des Ergebnisses aus dem Hinspiel aus. „Das wird am Mittwoch ein ganz anderes Spiel“, prophezeite Robben. „In Rom das war ein super Abend für uns. So etwas gibt es nur einmal in ein paar Jahren. Deshalb erwarte ich nicht, dass sowas wieder passiert. Es wird schwierig, wir müssen wieder eine top Leistung abrufen, wenn wir gewinnen wollen. Da geht es nicht mit etwas weniger, wir werden hundert Prozent Vollgas geben müssen“, so Robben weiter.

Alle warnen vor Rom

Zumal der Tabellen-Zweite der italienischen Serie A „noch immer eine super Mannschaft“ sei, wie Robben betonte. „Das ist keine typisch italienische Mannschaft, die sich nur hinten reinstellt. Die haben so viel Qualität, wenn sie den Ball haben, wollen sie auch Fußball spielen.“ Medhi Benatia, bis zum Sommer noch in Diensten der Roma, erwartet ebenfalls „ein schweres Spiel“, in dem sich die Giallorossi für die Schmach aus dem Hinspiel rehabilitieren wollen. „Dieses 1:7 wird die Spieler verärgert haben, das wird diesmal ein anderes Rom. Aber wir werden vorbereitet sein.“

„Das Wichtigste ist, dass es gegen Rom einen Sieg gibt. Alle erwarten wieder ein Torfestival, aber das ist gefährlich“, mahnte Verteidiger Jérôme Boateng. Und Mario Götze ergänzte: „Die Römer werden aus dem ersten Spiel gelernt haben.“ Guardiola, als Profi einst ein halbes Jahr selbst ein Römer, weiß: „Das wird viel härter als im Hinspiel. Die Spieler wollen so etwas nicht wieder erleben. Sie haben ihren Stolz, sie lieben ihren Beruf und sie vertreten ihren Klub. Sie werden alles geben und deswegen wird es viel schwieriger als im letzten Spiel.“

Personell kann Guardiola auf den gleichen Kader zurückgreifen wie am vergangenen Wochenende beim 2:1-Erfolg im Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund. Ein paar mehr Sorgen haben die Römer, bei denen der Brasilianer Maicon wie schon im Hinspiel wegen einer Knieverletzung passen muss. Der zweite Rechtsverteidiger Vasilis Torosidis hat muskuläre Probleme, sein Einsatz ist fraglich. Im Notfall müsste wohl Mittelfeldspieler Alessandro Florenzi hinten rechts aushelfen.

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