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Achtelfinal-Hinspiel

FCB will in Donezk die 'Tür aufmachen'

Es geht wieder los! Nach vier Rückrundenspieltagen in der Bundesliga schnuppert der FC Bayern am Dienstagabend endlich wieder internationale Fußballluft. Mit dem Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale beim ukrainischen Meister Schachtar Donezk (ab 20:45 Uhr im Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) läutet der deutsche Rekordchampion die K.o.-Phase in der Königsklasse ein. Das Ziel aus Sicht der Münchner ist dabei klar formuliert: Ein positives Resultat, um im Rückspiel in München am 11. März den Einzug in die Runde der letzten Acht klar zu machen.

„Die Champions League geht jetzt mit dem Achtelfinale richtig los, da muss man jedes Spiel mit Respekt und großer Konzentration spielen. Wir wollen dort ein Ergebnis erzielen, dass uns die Tür aufmacht, damit wir das Viertelfinale erreichen“, erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Montagnachmittag vor dem Abflug des FCB nach Lemberg (Lwiw). Dort, unweit der polnischen Grenze, wird die Partie gegen Donezk aufgrund der politisch angespannten Situation in der Ostukraine stattfinden.

Ukraine-Krise ausblenden

„Wir wissen, dass es ein Spiel unter speziellen Voraussetzungen ist. Völlig klar“, sagte Rummenigge. Die UEFA habe entschieden, dass die Begegnung im rund 1000 Kilometer von Donezk entfernten EM-Spielort von 2012 ausgetragen wird, „das haben wir zu akzeptieren“, betonte Rummenigge. Auch Arjen Robben räumte ein, dass die Ukraine-Krise „schon im Kopf“ der FCB-Profis sei. „Wir sind zwar Fußballspieler, aber wir sind erst Menschen. Das ist natürlich nicht schön, was da alles passiert. Man fährt da nicht hin und schaltet das alles aus“, sagte der Niederländer.

„Klar bekommt man es mit, man ist ja nicht ganz weg von der Welt“, meinte Holger Badstuber, der beim 8:0-Kantersieg gegen den Hamburger SV am vergangenen Wochenende ein gelungenes Pflichtspiel-Comeback feierte. Doch der Innenverteidiger erinnerte auch daran, dass der FCB „ein schwieriges Spiel vor der Brust“ habe, auf das er und seine Mannschaftskollegen sich zu konzentrieren haben. „Die Situation dort ist anders, aber wir haben ein Spiel zu spielen und das wollen wir erfolgreich gestalten.“

Schachtar noch ohne Pfllichtspiel

Und so richtet sich der Fokus beim fünfmaligen Titelträger seit dem späten Samstagabend auf die Partie mit Donezk, das zum insgesamt dritten Mal das Achtelfinale erreicht hat. Dass der Spielbetrieb in der Ukraine noch bis Ende Februar ruht - das letzte Pflichtspiel des derzeitigen Tabellenzweiten liegt 69 Tage zurück - ist für den FCB aber kein Grund, Schachtar zu unterschätzen. „Donezk ist gespickt mit 12, 13 Brasilianern und wird geführt von einem Trainer, der sicherlich sehr ausgeschlafen ist. Das wird kein einfaches Spiel“, weiß Rummenigge.

„Ich habe das Gefühl, dass manche Leute Donezk vielleicht unterschätzen. Aber das ist eine sehr, sehr gute Mannschaft. Die sind sehr gefährlich, haben einige sehr schnelle Brasilianer und sind sehr gefährlich bei Kontern. Wir müssen unsere Leistung bringen, sonst wird es nichts“, mahnte auch Robben, die Aufgabe mit voller Konzentration anzugehen. „Das ist ein unangenehmer Gegner mit talentierten Spielern, gerade in der Offensive“, ergänzte Badstuber. Mit dem Brasilianer Luiz Adriano verfügt Donezk über den derzeit besten Torschützen im laufenden Wettbewerb (9 Tore).

Alonso fit - ohne Pizarro und Gaudino

„Als Trainer in Barcelona habe ich vier, fünf Mal gegen Donezk gespielt. Sie haben überragende Innenverteidiger und brasilianische Mittelfeldspieler mit überragender Qualität. Sehr schnelle Spieler. Sie haben große Erfahrung in diesem Wettbewerb“, warnte auch Trainer Pep Guardiola sein Team eindringlich vor Schachtar. Um dieses Mittelfeld einzudämmen kann Guardiola am Dienstag voraussichtlich wieder auf Xabi Alonso zählen. Der Routinier, der vor seinem 100. Einsatz in der Königsklasse steht, hatte gegen den HSV wegen muskulärer Probleme noch kurzfristig passen müssen.

Zudem steht auch der in der Bundesliga zuletzt gesperrte Jérôme Boateng zur Verfügung. Er könnte gemeinsam mit Medhi Benatia die Innenverteidigung bilden. Verzichten muss Guardiola indes auf Gianluca Gaudino (Grippe) und Claudio Pizarro (muskuläre Probleme), die die Reise nach Lemberg gar nicht erst mitmachten. Aber auch ohne diese beiden hat der FCB nach dem jüngsten Erfolg gegen den HSV reichlich Selbstvertrauen, um die schwierige Aufgabe in Donezk anzugehen. „Wir nehmen uns vor, die Form mit ins Spiel am Dienstag zu nehmen“, sagte Bayerns bester CL-Torschütze Thomas Müller.

Für fcbayern.de in Lemberg: Carsten Zimmermann

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