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Hertha BSC zu Gast

'Messerscharfe' Bayern wollen den nächsten Sieg

Berlin - so heißt in dieser Saison das große Ziel des FC Bayern. Am 30. Mai steigt im Olympiastadion das DFB-Pokalfinale, eine Woche später an gleicher Stätte das Endspiel in der Champions League. Borussia Dortmund und FC Barcelona heißen die beiden Gegner, die in den kommenden Wochen dazu aus dem Weg geräumt werden müssen. Zuvor aber kann der FCB in der Bundesliga einen ganz, ganz großen Schritt in Richtung Titelverteidigung machen. Da kann es den Münchnern nur Recht sein, dass der nächste Gegner am Samstag - na klar - die Hertha aus Berlin ist.

„Wir wissen, dass wir bei einem Sieg die 25. Meisterschaft so gut wie gewonnen haben“, sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Heimspiel des souveränen Spitzenreiters gegen den Tabellen-13. „Wenn wir morgen gewinnen, ist es fast vorbei“, meinte auch Trainer Pep Guardiola am Freitag zwischen der Auslosung des Champions-League-Halbfinales und dem Abschlusstraining seines Teams an der Säbener Straße.

Zwölf Punkte beträgt der Vorsprung des FCB fünf Spieltage vor Saisonende auf den VfL Wolfsburg, der erst am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach antritt. Mit +63 hat der FCB zudem die deutlich bessere Tordifferenz gegenüber den Wolfsburgern (+32). Ein Heimsieg gegen die Berliner reicht dem Rekordmeister bereits zur vorzeitigen Titelverteidigung - falls der VfL in Gladbach nicht gewinnt. Auch ein Remis gegen Hertha könnte genügen, für den Fall, dass Wolfsburg tags darauf in Mönchengladbach verliert.

Nur 14 Spieler für das Hertha-Spiel

„Wir haben schon am letzten Spieltag messerscharf analysiert, dass wir noch einen Sieg brauchen, sollte kein Fußball-Wunder passieren“, meinte Thomas Müller zur aktuellen Tabellenkonstellation. Dass Guardiola und sein Team in der vergangenen Saison ausgerechnet bei Hertha BSC die 24. Meisterschaft unter Dach und Fach brachten, das bereits am 27. Spieltag, ist nur eine weitere Pointe im derzeitigen Münchner Berlin-Fieber.

Doch Guardiola muss am Samstag gegen die Alte Dame wie schon in den letzten Wochen wieder personell improvisieren. „Wir haben nur 14 Spieler für das Spiel gegen Berlin“, sagte der Katalane. Neben dem jüngsten Ausfall von Holger Badstuber (Muskelriss) steht auf Rafinha aufgrund von Adduktorenproblemen nicht zur Verfügung. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Juan Bernat, der über Beschwerden am Sprunggelenk klagt. Für Arjen Robben kommt das Spiel gegen Hertha BSC noch zu früh.

„Bei Arjen geht es jeden Tag besser, aber er ist noch nicht bei hundert Prozent“, berichtete Guardiola. Dafür soll der wiedergenesene Bastian Schweinsteiger nach einer Fußverletzung und einer Virus-Infektion sein Comeback geben. „Er braucht Spiele. Normalerweise muss er spielen“, meinte der 44 Jahre alte Fußballlehrer, der bei seiner Aufstellung auch das schon am Dienstag folgende DFB-Pokal-Halbfinale berücksichtigen will. „Unser Kopf ist ein bisschen bei Borussia Dortmund“, erklärte Guardiola. Und damit auch in Berlin.

Infos zum Gegner Hertha BSC:

  • Es fehlen: Thomas Kraft (Rippenprobleme), Änis Ben-Hatira (Trainingsrückstand), Roy Beerens (Knöchelprobleme), Tolga Cigerci (Mittelfußbruch), Julian Schieber (Knie-OP), Alexander Baumjohann (Kreuzbandriss), Hajime Hosogai (Fußverletzung)

  • Trainer Pal Dardai: „Ein Unentschieden wäre für uns ein Riesen-Imagegewinn. Das muss unser Ziel sein gegen die beste Mannschaft der Welt. Es ist wichtig, dass die Jungs unsere Stärken zeigen: Zweikampfstärke und Laufbereitschaft. Unser System wird am Samstag richtig geprüft, ich will sehen, dass die Jungs so spielen, wie sie trainiert haben und Einsatzwillen und Kampfgeist zeigen. Dann ist alles in Ordnung.“

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