präsentiert von
Menü
'Bin ein bisschen besorgt'

Mit Rumpfkader auf Rekordjagd in Bremen

Die gute Nachricht zuerst: „Der Trainer ist fit und kann spielen.“ Pep Guardiola hat seinen Humor nicht verloren. Trotz großer Personalsorgen. Denn zum Start in die nächsten englischen Wochen mit 7 Spielen in 22 Tagen steht dem FCB-Chefcoach nur ein Rumpfkader zur Verfügung. „Wir haben 13 Spieler und zwei Torhüter, nicht mehr“, sagte der Katalane einen Tag vor dem Auswärtsspiel bei Werder Bremen (Samstag, 15:30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio).

Zu den ohnehin schon länger verletzten Franck Ribéry, Medhi Benatia und Sebastian Rode gesellten sich während der Länderspielpause noch Mario Götze und Kingsley Coman. Für Arjen Robben und Holger Badstuber, die nach langer Pause in den letzten Tagen ihre ersten Schritte im Mannschaftstraining machten, kommt die Partie noch zu früh. Javi Martínez und Xabi Alonso klagten nach den letzten Trainingseinheiten über leichte Probleme. Beide sollen aber ebenso mit nach Bremen reisen wie Douglas Costa und Arturo Vidal, die erst am Donnerstag aus Südamerika zurückkehrten. In den Mannschaftsbus stieg zudem Jan Kirchhoff.

Gewarnt vor Bremen

Angesichts dieser Probleme warnte Guardiola, der nach überstandenen Adduktorenproblemen immerhin wieder auf Juan Bernat zurückgreifen kann, erst recht vor der Partie beim Tabellen-14. „Das ist eine aggressive Mannschaft mit gutem Angriffspressing, sehr schnellen Spielern und guten Standards“, sagte der FCB-Trainer. „Wenn wir ihre Konter nicht kontrollieren, bekommen wir Probleme.“

Die letzten vier Partien vor der Länderspielpause hat Bremen allesamt verloren - umso mehr müsse man am Samstag aufpassen, betonte Guardiola: „Das Gefährlichste sind ihre vier Niederlagen. Dadurch sind Leidenschaft, Konzentration und alles sehr hoch.“ Dennoch sind drei Punkte das klare Ziel in Bremen. Es wäre der neunte Sieg im neunten Ligaspiel - das hat in der Bundesliga-Historie noch keine Mannschaft geschafft!

Wiedersehen mit 'Pizza'

Die Bestmarke wäre „schön“, sagte Guardiola, „aber ich bin mehr fokussiert auf unsere Spielweise.“ Und die sei er vor der Länderspielpause sehr gut gewesen. „Wir haben viele Torchancen kreiert und nur wenige gegnerische zugelassen, hatten viel Spielkontrolle. Der Grund dafür war der Konkurrenzkampf.“ Doch jetzt sei er „ein bisschen besorgt, weil mit nur 13 Spielern ist es unmöglich, das hohe Niveau zu halten und um alle Titel zu kämpfen.“

„Es wird sicherlich keine einfache Aufgabe in Bremen“, glaubt David Alaba, der sich wie alle Münchner vor allem auf das Wiedersehen mit Claudio Pizarro freut. Bis letzten Sommer trug der Peruaner noch das FCB-Trikot, dann kehrte er nach Bremen zurück, wo er seitdem noch auf sein erstes Tor wartet. „Es ist ein spezielles Spiel für ihn. Aber auch für uns“, sagte Martínez und stellte seinem ehemaligen Teamkollegen keine Geschenke in Aussicht: „Wenn das Spiel startet, ist die Freundschaft vergessen.“ Dann will der FCB auch mit einer Rumpftruppe da weitermachen, wo er vor der Länderspielpause aufgehört hat.

Informationen zum Gegner:

Trainer Viktor Skripnik: „Wir müssen kämpfen, kratzen und beißen. Wir dürfen nicht mit Angst auftreten oder uns nur verstecken. Wir müssen Willen und Mut zeigen. Wir wollen uns gut und teuer verkaufen und am Ende stolz darauf sein, alles getan zu haben.“

Es fehlen: Jannik Vestergaard (grippaler Infekt), Aron Johannsson (Nerven-Irritation in der Hüfte), Raphael Wolf (Reizung der Hüftbeugersehne), Özkan Yildirim (Knieprobleme)

Weitere Inhalte