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'Den Vorsprung beibehalten'

Mit Alaba und breiter Brust gegen Hertha BSC

Der Münchner Verkehr macht ein schnelles Durchkommen zu gewissen Zeiten oft unmöglich. Das bekamen am Freitag auch die Bayern-Profis zu spüren – zum Beispiel Jérôme Boateng, der sich frühzeitig auf den Weg an die Säbener Straße begab, seinen Medientermin aber dennoch erst mit kurzer Verzögerung wahrnehmen konnte. Ausbremsen lassen wollen sich die Münchner aber auf keinen Fall am Samstag (15:30, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio), wenn Hertha BSC in der Allianz Arena gastiert!

„Ich hätte nicht erwartet, dass sie so weit oben stehen. Aber sie sind zu Recht dort“, zollte Boateng seinem früheren Klub Respekt für die bisherigen Leistungen, mit denen sich die Alte Dame bis auf Tabellenplatz vier katapultierte. „Überraschend“ findet das auch Philipp Lahm, der dem Hauptstadtverein jedoch attestierte, sich „sehr gut entwickelt“ zu haben. Der Kapitän erwartet am Samstagnachmittag entsprechend „einen gefährlichen Gegner“ für die Münchner.

„Es wird ein gutes Spiel“, ist Boateng derweil überzeugt, dass das Duell zwischen dem Erst- und dem Viertplatzierten nicht nur auf dem Papier ein Topspiel wird, „wir freuen uns darauf.“ Obwohl der gebürtige Berliner bereits seit 2007 nicht mehr bei der Hertha spielt, sind die Duelle mit dem Heimatverein „immer noch etwas Schönes“ für den 27-Jährigen. Mit Herthas Coach Pal Dardai hat Boateng noch zusammengespielt, „ich denke, er hat einen guten Bezug zur Mannschaft“. Eine Überraschung in München wollen Boateng & Co. aber verhindern. „Wir wollen gewinnen.“

Costa fehlt, Alaba zurück

Im Vergleich zum klaren 4:0-Sieg über Olympiakos Piräus in der Champions League unter der Woche dürfte Chefcoach Pep Guardiola, der das Abschlusstraining wegen eines privaten Termins nicht leiten konnte, wieder Veränderungen an der Startelf vornehmen. „Wir haben sehr viele Spieler, wir haben sehr viele Spiele, es wird zur Rotation kommen, es kam schon zur Rotation“, sagte Lahm. Der Kapitän weiß: „Jeder Spieler bei uns ist wichtig, jeder muss seine Leistung bringen, im Training und im Spiel. Das reizt die einzelnen Spieler auch an.“

Fehlen wird gegen die Alte Dame in jedem Fall Douglas Costa, der nach dem Piräus-Spiel über muskuläre Probleme im Oberschenkel klagte. Dafür könnte David Alaba in den Kader zurückkehren, der das Abschlusstraining nach überstandener Kapselverletzung voll durchzog. Noch gedulden müssen sich derweil die Spanier Thiago und Juan Bernat sowie Franck Ribéry, die am Freitag individuell an ihrer Rückkehr arbeiteten. Ungeachtet des Personals wollen die Münchner „den Vorsprung von acht Punkten, den wir uns erarbeitet haben, auf jeden Fall beibehalten“, kündigte Lahm an.

Wohl kein Wiedersehen mit Weiser

Mit „großem Respekt“ reist derweil Herthas Erfolgscoach in die bayerische Landeshauptstadt. „Trotzdem gehe ich mit guter Laune nach München. Mit 23 Punkten müssen wir uns nicht verstecken“, so Dardai, der nach seiner erfolgreichen Mission als Interims-Retter in der Vorsaison in Windeseile ein Team formte, das sich in der Ligaspitze festgebissen hat. „Wir haben einfach eine gute Mischung im Team, die es ermöglicht, dass wir uns weiterentwickeln“, bemerkte Abwehrchef Sebastian Langkamp.

Beim FC Bayern werden die Herthaner vor allem auf gute Abwehrarbeit setzen, wie Dardai ankündigte. „Es wäre ein großer Witz, würde ich erzählen, wir gehen da offensiv rein“, so der Ungar. Zumindest einen Punkt würde Langkamp gern mitnehmen, „wenn es möglich ist“. Angehen müssen die Berliner dieses Vorhaben jedoch ohne Mitchell Weiser. Der ehemalige Münchner wird das Wiedersehen mit den alten Kollegen verletzungsbedingt verpassen. Weiser befindet sich nach seinem Außenbandteilriss im Sprunggelenk noch im Aufbautraining.

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