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Südschlager gegen Stuttgart

Guardiola & Co. erwarten 'attraktives Spiel für die Fans'

Sechs Spiele hat der FC Bayern binnen 18 Tagen bestritten – und der gerade einmal zwei Tage junge 5:1-Sieg gegen den FC Arsenal war sicher einer der Höhepunkte. An diese starke Leistung wollen die Münchner auch zum Abschluss der Englischen Wochen anknüpfen, wenn am Samstag (15:30 Uhr, im Liveticker und Webradio) der VfB Stuttgart zum Bundesliga-Spiel in der Allianz Arena gastiert.

„Wir werden noch genug Kräfte für den VfB haben“, kündigte Manuel Neuer an, dass das zuletzt straffe Programm der Münchner nicht zu einem Leistungsabfall gegen die Schwaben führen sollte. Im Gegenteil, denn der Tabellenführer setzt auch im Südschlager voll auf Sieg, wie Philipp Lahm ankündigte. „Wir wollen natürlich gewinnen“, so der Bayern-Kapitän, dessen Team nach der Arsenal-Gala auch in der Liga eine neue Siegesserie einleiten möchte.

„Es wird ein anderes Spiel als gegen Frankfurt“, blickte Jérôme Boateng kurz zurück auf die Nullnummer bei der Eintracht am vorigen Wochenende, „ich glaube nicht, dass Stuttgart sich nur hinten reinstellt.“ Dass der VfB nach dem FC Bayern die zweitmeisten Torabschlüsse der Liga aufweist (siehe auch Zahlen & Fakten), stützt die These des Abwehrmannes. „Sie werden Phasen haben, in denen sie pressen werden. So ist ihr Spiel unter dem neuen Trainer ausgelegt. Es wird ein interessantes Spiel!“

'Wir müssen aufpassen'

„Die Stuttgarter haben so großes Potential in der Offensive, dass sie versuchen werden, ein Tor zu schießen. Sie werden nicht auf 0:0 spielen“, warnt auch Robert Lewandowski vor angriffslustigen Schwaben, die trotz ihres 15. Platzes die viertmeisten Treffer der Liga erzielten (17). Seine Qualitäten deutete der Meister von 2007 auch auf fremden Plätzen an – zum Beispiel bei der 3:4-Niederlage in Leverkusen, als der VfB zweimal einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand gab. „Das ist eine gute Mannschaft. Wir müssen aufpassen“, weiß Lewandowski. „Wichtig ist, dass wir unser Spiel durchziehen.“

Darauf hofft auch Pep Guardiola, der ebenfalls um die Qualitäten des VfB weiß. „Ich bin beeindruckt von ihrer Spielweise“, sagte der Bayern-Trainer, „sie haben ein sehr gutes Angriffspressing und spielen sehr aggressiv. Sie müssten mehr Punkte haben.“ Personell stehen dem Chefcoach jene Akteure zur Verfügung, die bereits gegen Arsenal im Kader gestanden hatten. Einen Startelf-Einsatz von Holger Badstuber schloss Guardiola indes aus: „Dafür ist es noch zu früh“, so der Katalane.

Zorniger: Bayern-Umschaltspiel 'eine Sensation'

Im Schwabenländle ist der Respekt derweil groß vor den jüngsten Auftritten der Bayern. „Das Umschaltspiel ist eine Sensation, es gibt Situationen, die du nicht verteidigen kannst“, lobte VfB-Trainer Alexander Zorniger das Team von Guardiola, „einen Masterplan gegen den FC Bayern gibt es nicht.“ Weiße Fahnen hisst der VfB vor dem „besonderen Erlebnis“ in der Allianz Arena aber keinesfalls: „Wir werden nach München fahren, um ihnen Aufgaben zu stellen.“

Verzichten muss Zorniger auf Torwart Mitchell Langerak (Aufbautraining) sowie auf die Offensivkräfte Daniel Ginczek (Reha nach Bandscheibenvorfall) und Martin Harnik (Außenbandriss). Dafür könnte Filip Kostic „wieder ein Thema für den Kader“ werden, wie Zorniger mitteilte. Für die fast 7.500 mitreisenden Fans aus Stuttgart wäre ein Mitwirken des torgefährlichen Serben sicherlich eine gute Nachricht – und ein weiteres Indiz für ein Offensivspektakel. Guardiola jedenfalls ist sicher: „Es wird ein sehr attraktives Spiel für die Fans!“

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