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„Kein Betriebsausflug“

FCB will „mit Vollgas“ ins CL-Viertelfinale

London Calling! Mit großem Selbstvertrauen und einem komfortablen 5:1-Polster aus dem Hinspiel geht der FC Bayern in die zweite Achtelfinal-Partie der Champions League gegen den FC Arsenal. Im Rückspiel am Dienstagabend im Emirates Stadium (ab 20:45 Uhr im Liveticker und im Free-Webradio) will der deutsche Rekordmeister seine beeindruckende Serie von 16 ungeschlagenen Pflichtspielen in Folge fortsetzen und den Einzug in die Runde der letzten Acht perfekt machen.

„Die Tür ist auf, aber wir müssen seriös und respektvoll durchgehen, um das Viertelfinale zu erreichen“, erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Abflug in die englische Hauptstadt, warnte aber davor, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir brauchen nicht glauben, dass wir mit dem 5:1 durch sind. Das ist ohne Frage ein erstklassiges Ergebnis, aber das müssen wir morgen auch nach Hause spielen“, sagte Rummenigge und betonte: „Wir machen keinen Betriebsausflug.“

Ancelotti ist gewarnt

Das sehen auch die Spieler des FCB so. „Das ist kein Freundschaftsspiel, sondern ein Champions-League-Spiel“, sagte Franck Ribéry. „Arsenal hat eine gute Mannschaft. Natürlich haben wir es gut gemacht mit dem 5:1 im Hinspiel. Aber das ist Champions League, wir wollen auch bei Arsenal gewinnen. Das ist wichtig für unser Selbstvertrauen und die nächsten Spiele.“ Javi Martínez brachte es kurz und knapp auf den Punkt: „Arsenal ist gefährlich, deswegen müssen wir Vollgas geben, um zu gewinnen.“

Zwar ist es bislang noch keiner Mannschaft in der Königsklasse gelungen, einen Vier-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel zu drehen, aber Bayern-Trainer Carlo Ancelotti weiß aus eigener Erfahrung, was alles möglich ist. Mit dem AC Mailand verspielte er im Viertelfinale 2003/04 gegen Deportivo La Coruña einen 4:1-Vorsprung (Rückspiel 0:4), ein Jahr später gab sein Team im Finale gegen den FC Liverpool eine 3:0-Führung aus der Hand.

Müller will keine Negativszenarien zeichnen

„Ich habe versucht, es zu vergessen, aber es hat nicht geklappt. Es war eine gute Erfahrung für mich“, schmunzelte Ancelotti, als er auf diese beiden Spiele angesprochen wurde. Am Dienstag habe sein Team die Gelegenheit „zu zeigen, dass wir von Beginn an fokussiert sind. Die Spieler wissen, dass sie konzentriert sein müssen.“ Ancelotti erwartet offensive Gastgeber, die von Anfang an „Druck auf uns ausüben und möglichst früh ein Tor erzielen wollen. Wir müssen aufpassen und unseren Stil durchziehen.“

Auch Thomas Müller warnte davor, das Spiel frühzeitig abzuhaken. „Wir wissen, dass wir ein gutes Ergebnis im Hinspiel geliefert haben, allerdings geht das Spiel auch für uns wieder bei 0:0 los.“ Allerdings müsse man auch „keine Negativszenarien zeichnen“, so Müller weiter. „Wir wissen, dass Arsenal nochmal alles versuchen wird, aber wir haben alle viel Erfahrung in unseren Reihen. Wir wollen alle in die nächste Runde.“

Abschlusstraining ohne Neuer

Manuel Neuer nahm wegen leichten Rückenbeschwerden nicht am Abschlusstraining teil, wird aber laut Ancelotti „zu 100 Prozent spielen“. Verzichten muss Ancelotti auf Kapitän Philipp Lahm (Gelbsperre), sowie auf den rekonvaleszenten Jérôme Boateng. Renato Sanches ist nach überstandener Erkältung wieder fit und rückt damit wieder in den Kader des Titelträgers von 2013, der auch damals im Achtelfinale den FC Arsenal aus dem Wettbewerb warf. Ein gutes Omen also für die Münchner, die noch Großes vorhaben.

„Wir tun gut daran ganz ruhig und mit einem Schuss Demut die nächsten Aufgaben, die auf uns warten, zu bewältigen. So haben wir es 2013 gemacht unter Jupp Heynckes und so werden wir es jetzt auch wieder machen. Ganz ruhig und sachlich und seriös die Gegner spielen und hoffen, dass wir dann am Ende des Tages im Mai, vielleicht sogar im Juni dabei sind.“

Für fcbayern.com in London: Carsten Zimmermann

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