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CL-Viertelfinale

„Irre!“ FCB-Frauen hochmotiviert in Paris

Vorbei ging's am Stade de France, über die von Booten gesäumte Seine, in der Ferne grüßten die Spitze des Eifelturms und Montmarte mit der Basilika Sacré Cœur - der Weg vom Flughafen zum Teamhotel führte die FC Bayern Frauen an einigen Pariser Sehenswürdigkeiten vorbei. Begeisterungsrufe gab es dann aber erst am Abend, als die Münchnerinnen zum Abschlusstraining im Parc des Princes aufliefen.

„Ist das irre!“ „Geil!“ „Das gibt’s nicht!“ Die Bayern bestaunten im blau-weiß-rot gefärbten Rund einen exzellenten Rasen. „Da stimmt jeder Halm. So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte Trainer Thomas Wörle. Die Vorfreude vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Women’s Champions League am Mittwoch  (20 Uhr, live bei Sport1, Highlights zeitnah nach Schlusspfiff bei FC Bayern.tv plus) wuchs spätestens jetzt ins Unermessliche. Trotz weiterhin großer Personalsorgen. Trotz Müdigkeit vor dem fünften Spiel in 15 Tagen.

Als Kollektiv gegen Individualisten

„Natürlich merken wir die Belastungen der letzten Wochen. Aber in so einem Stadion, gegen so einen Gegner und mit der Chance aufs Halbfinale zu spielen - ich hoffe, dass das so motiviert, dass der Körper einfach mitmacht“, sagte Wörle, der mit dem letzten Aufgebot in die französische Hauptstadt gereist ist. 18 Spielerinnen, davon drei Torhüterinnen bilden den Kader für die bis dato wichtigste internationale Partie in der Geschichte der FCB-Frauen.

Nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel rechnen die Bayern mit druckvollen Pariserinnen. „Wir müssen stabil ins Spiel reinkommen, kleine Erfolgserlebnisse haben“, meinte Wörle. Besonders vor den Kontern der Pariserinnen gelte es auf der Hut zu sein. „Wir müssen sehr kompakt und als Kollektiv agieren. Und wir müssen die Individualisten von Paris aus dem Spiel nehmen. Sie haben drei, vier Spielerinnen, die den Unterschied machen können.“

„Wenn wir ein Tor schießen...“

Die Bayern sind gewarnt. In der ersten CL-Runde drehte PSG gegen Lillestrøm eine 1:3 Hinspiel-Niederlage. 4:1 gewannen die Französinnen das Rückspiel vor eigenem Publikum. Am Mittwoch werden um die 10.000 Zuschauer erwartet, die PSG antreiben werden. „Im Hinspiel im Grünwalder Stadion hatten wir einen richtigen Heimvorteil. Aber auch wenn jetzt alle gegen uns sein werden, kann uns das pushen“, meinte Wörle, „es ist doch toll, in so einem Stadion zu spielen. Das ist Champions League! Und Paris weiß auch: Wenn wir ein Tor erzielen, brauchen sie schon drei.“

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