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Pokal-Halbfinale gegen Dortmund

FCB nimmt mit „Vollgas“ Kurs auf Berlin

Für Thomas Müller ist es ein „Highlight“, Mats Hummels spricht von einer „knallharten Aufgabe“ und für Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist es „ein würdiges Finale“! Das Halbfinale im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund am Mittwochabend in der seit Wochen ausverkauften Allianz Arena (ab 20:45 im Liveticker und im Webradio) zieht alle Fußballfans in seinen Bann. Bereits zum sechsten Mal in Serie treffen beide Teams in diesem Wettbewerb aufeinander.

„Bayern gegen den BVB ist ein Klassiker geworden, auch im DFB-Pokal, eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe“, freut sich Rummenigge auf das Duell mit den Westfalen, die in den vergangenen drei Jahren jeweils im Finale standen und nun um ihre neunte Endspielteilnahme kämpfen. Der FCB könnte mit einem Sieg gegen Dortmund zum insgesamt 22. Mal das Endspiel erreichen, das in dieser Saison am 27. Mai im Berliner Olympiastadion stattfindet.

Robben prophezeit „heißes Spiel“

„Wir wissen wie schön dieses Spiel in Berlin ist, da müssen wir hin, und da müssen wir alles geben“, forderte Arjen Robben, der gegen keinen anderen Gegner mehr Pflichtspieltore erzielt hat als gegen den BVB. Auch sein letzter Treffer im Pokal-Wettbewerb war gegen Dortmund im Finale 2014. „Das wird ein heißes Spiel“, prophezeite Robben und ergänzte: „Wir müssen Vollgas gehen, dann gibt es nur einen Sieger.“

Während Robben schon fünf Mal im Pokalfinale stand, könnte Bayern-Trainer Carlo Ancelotti am Mittwoch erstmals das Endspiel in Berlin erreichen. Nach dem Viertelfinal-Aus in der Champions League peilt der 57-Jährige neben der fast schon sicheren Meisterschaft auch den Gewinn des DFB-Pokals an. „Der Pokal ist sehr wichtig, wir wollen nach Berlin, wir müssen gewinnen“, erklärte der Italiener, warnte aber zugleich vor dem Gegner: „Dortmund ist eine sehr gefährliche Mannschaft.“

Alabas Einsatz fraglich

Gerade einmal 17 Tage liegt das letzte Duell der beiden Kontrahenten in der Bundesliga zurück, der FCB setzte sich klar mit 4:1 durch. Doch als Gradmesser für das Halbfinale sei dies nicht zu bewerten, stellte Hummels klar: „Wir dürfen uns nicht von dem klaren Ergebnis blenden lassen und glauben, dass es wieder so souverän wird. Es wird ein ganz harter Kampf am Mittwoch.“

Personell kann Ancelotti fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Manuel Neuer nahmen alle Spieler am Abschlusstraining teil. Während mit Hummels, Jérôme Boateng und Javi Martínez alle Innenverteidiger fit sind, steht hinter dem Einsatz von David Alaba noch ein kleines Fragezeichen. „Wir werden kein Risiko eingehen. Wenn er nicht bei hundert Prozent ist, wird er nicht spielen“, stellte Ancelotti klar, der erst am Spieltag entscheiden möchte.

Reus wieder fit

Auch beim BVB hat sich im Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen die Personalsituation entspannt. Zwar muss Trainer Thomas Tuchel auf Mario Götze, Andre Schürrle, Marc Bartra und Nuri Sahin verzichten, dafür ist mit Marco Reus ein prägender Spieler rechtzeitig wieder fit. „Die Chancen stehen bei 50-zu-50. Wir haben dort vor zwei Jahren in einem Halbfinale auch schon gewonnen“, erinnerte Reus an das kuriose Elfmeterschießen vom 28. April 2015.

Mit einem Sieg in München könnten die Dortmunder als erstes Team die vierte Endspielteilnahme in Folge perfekt machen. Der Weg nach Berlin aber wird hart. „München ist die größte Hürde, die es gibt“, bemerkte Tuchel. Somit ist alles angerichtet für einen großen Fußballabend in der Münchner Allianz Arena. „Wer bei dem Spiel nicht bis in die Haarspitzen bei einhundert Prozent ist, der liebt das Spiel nicht“, betonte Thomas Müller.

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