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„Es wird Zeit“

Neu formierte FCB-Frauen heiß auf den Auftakt

Es geht wieder los. Nach fast sieben Wochen Vorbereitung. Nach einem Umbruch und einem Umzug. Nach EM und U19-EM. Nach fünf Tagen Trainingslager. Am Samstag (14 Uhr / FC Bayern.tv live, Telekom Sport und der WDR übertragen live!) starten die FC Bayern Frauen mit einem Auswärtsspiel bei der SGS Essen in die neue Saison der Allianz Frauen-Bundesliga. „Wir freuen uns jetzt richtig auf den Auftakt“, sagte Trainer Thomas Wörle, „es wird auch Zeit.“

Der Chefcoach war nicht zu beneiden in den letzten Wochen. Denn es galt sieben neue Spielerinnen zu integrieren, gleichzeitig mussten zwölf Spielerinnen für die Europameisterschaft beziehungsweise für die U19-EM abgestellt werden. Nur in den letzten zwei Vorbereitungswochen hatte er seinen kompletten Kader beisammen. „Die größte Aufgabe war es, alle auf den gleichen Stand zu bekommen. Das Trainingslager hat uns da sehr gut getan, auch in punkto Teambuilding. Aber wir sind damit noch nicht am Ende“, meinte Wörle.

„Ein Knallerspiel“ zum Auftakt

In den Testspielen hinterließ seine Mannschaft, die seit Mitte August auf dem neuen FC Bayern Campus trainiert („Die Bedingungen sind grandios.“), einen guten Eindruck. Alle fünf Partien wurden klar gewonnen, zuletzt auch gegen den Champions-League-Teilnehmer FC Chelsea. Doch Wörle will diese Partien nicht überbewerten: „Am Samstag erwartet uns eine ganz andere Hausnummer. Zum Auftakt geht es nicht darum, den großen Glanz zu versprühen. Wir müssen um jeden Zentimeter fighten.“

Zwei- bis dreitausend Zuschauer werden im Stadion Essen erwartet. „Das ist ein Knallerspiel für Essen“, sagte Wörle, der den Sechsten der letzten Saison „zu den besten Teams der Liga“ zählt. „Das ist eine sehr gut organisierte, kompakte Mannschaft, die sehr aggressiv verteidigt. Außerdem haben wir uns in Essen nie leicht getan. Gerade auswärts ist das zum Auftakt eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.“

Mehr Konkurrenz

Gleich zum Start ist also die neue Offensive der FCB-Frauen gefragt. Nach dem Weggang von Torjägerin Vivianne Miedema habe man versucht, die Verantwortung in der Offensive auf mehrere Schultern zu verteilen. „Ich denke, das ist uns gelungen“, meinte Wörle, der zudem froh ist über einen gesteigerten Konkurrenzkampf im Angriff. „Das haben wir gebraucht.“

Voller Tatendrang fiebern die neu formierten Münchnerinnen nun dem Saisonauftakt entgegen. „Den Umbruch in die richtigen Bahnen zu lenken und um die Champions-League-Plätze mitzukämpfen“, gab Wörle als Ziel für die neue Saison aus. Doch das werde „noch schwerer als in der letzten Saison“, meinte der Bayern-Coach, „ich rechne mit fünf, sechs Teams, die um die ersten zwei Plätze spielen werden.“

Sechs Bayern fehlen

Personell muss Wörle am Samstag auf sechs Spielerinnen verzichten. Neben den beiden langzeitverletzten Lena Lotzen und Anna Gerhardt fehlen auch Melanie Behringer, Sydney Lohmann, Viktoria Schnaderbeck und Jovana Damnjanovic.

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