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Topspiel beim VfL Wolfsburg

In die Höhle der Wölfinnen: „Mit Mut und Selbstvertrauen“

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Die Wunden sind geleckt, Zeit für einen neuen Angriff: Innerhalb von nur acht Tagen treffen die FC Bayern Frauen erneut auf den VfL Wolfsburg. Nach der bitteren und knappen Niederlage vergangenes Wochenende im Pokalspiel treten die Bayern kommenden Samstag in der Flyeralarm Frauen-Bundesliga gegen den Titelverteidiger an. Anstoß im AOK-Stadion zum 10. Spieltag ist um 13 Uhr. Fans können den Liga-Kracher auf FC Bayern.tv live, Magenta Sport, ARD One und im Sportschau-Livestream verfolgen. 

„Kleinigkeiten werden den Unterschied machen“

Die Ausgangslage scheint klar, könnte jedoch trügen: Wolfsburg ist mit sechs Punkten Vorsprung auf die Münchnerinnen Tabellenführer und hat zudem das Pokalspiel vor einer Woche gewonnen. Die Leistungen beider Teams lagen vergangenen Samstag jedoch auf gleich hohem Niveau und so stand es dem Spielverlauf entsprechend bis zur 85. Minute unentschieden. „Man hat gesehen, dass es ein Spiel auf Augenhöhe war. Wir hatten unsere Chancen, sogar mehrfach, um in Führung zu gehen und das Spiel für uns zu entscheiden. Wir müssen mindestens die gleiche Leistung wie im Pokalspiel abrufen und sogar noch eine Schippe drauflegen. Kleinigkeiten werden wieder den Unterschied machen“, ist sich Co-Kapitänin Carina Wenninger sicher. 

Auge um Auge: Für Bayern und Wolfsburg (hier Lina Magull und Sara Björk Gunnarsdóttir) war das Pokal-Achtelfinale die 44. Pflichtspielbegegnung. Am Samstag folgt Partie Nr. 45. 

Bayerns Cheftrainer Jens Scheuer stimmt Spielführerin Wenninger zu und ist optimistisch: „Es macht uns Mut und gibt uns Selbstvertrauen, dass wir so eine Topleistung gegen diesen Topgegner abrufen konnten. Genauso wollen wir uns Samstag in Wolfsburg präsentieren und werden anschließend hoffentlich nicht mit leeren Händen nachhause fahren“, so Scheuer. Personell hat sich die Lage für den Trainer seit letzter Woche nicht gebessert: Kapitänin Melanie Leupolz und Nicole Rolser sind nach wie vor nicht einsatzbereit. Gleiches gilt für Giulia Gwinn, die nach ihrer Schulter-Operation derzeit ihr Reha-Program absolviert.

Die vergangenen Bundesliga-Auswärtsfahrten ins AOK-Stadion brachten keine Erfolge ein. Vor zwei Jahren verloren die Münchnerinnen mit 1:3, im Rückspiel setzten sie sich dann mit 2:1 durch. Vergangene Saison setzte es auswärts mit einem 0:6 die höchste Niederlage gegen den VfL. Umso beeindruckender antworteten die Bayern in der Rückrunde: Im Februar empfingen die FCB-Frauen die Wölfinnen am Campus, schlugen sie vor 2.200 Zuschauern mit 4:2 und zogen damals in der Tabelle gleich, nachdem Wolfsurg wenige Spieltage zuvor bereits um sieben Zähler davongeeilt war. Seither unterlagen die Bayern bekanntlich zwei Mal im DFB-Pokal. 

„Kombinationsstärke ausspielen“

Mannschaft und Trainer haben dies nicht vergessen und wissen, was sie abrufen müssen, damit es am Samstag für etwas Zählbares reicht: „Wir müssen möglichst viel Ballbesitz und Kontrolle über das Spiel haben. Somit können wir von vornherein Angriffe von Wolfsburg abwehren, kommen besser in unser System und können unsere Kombinationsstärke ausspielen“, so Wenninger. Der Cheftrainer ergänzt: „Wir haben im Pokalspiel bereits vieles richtig gemacht. Daran werden wir festhalten und versuchen, es ein zweites Mal so umzusetzen. Gewisse Aspekte müssen wir aber auch noch verfeinern, um zu gewinnen“. Diese Hausaufgaben hat das Team in einer gut verlaufenen Trainingswoche laut Trainer erledigt. 

Harter Kampf: FCB-Außenverteidigerin Carolin Simon im Duell mit Wolfsburgs polnischer Stürmerin Ewa Pajor. 

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