präsentiert von
Menü
Allianz Frauen-Bundesliga 14. Spieltag
VfL Wolfsburg
2 : 0
(1 : 0)
FC Bayern
FCB-Frauen vor Wolfsburg: Teil 2

„Keiner will zwei Mal hintereinander verlieren“

Ein Highlight jagt derzeit das Nächste. Nachdem die FCB-Frauen am Mittwoch im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den VfL Wolfsburg ran mussten, treffen sie nun am Sonntag in der Bundesliga erneut auf die Niedersachsen. Dabei gilt es, die Eindrücke aus der 0:2-Niederlage von vor wenigen Tagen schnell zu verarbeiten und abzuhaken.

Denn, obwohl das Halbfinale verpasst wurde, kann die Elf von Thomas Wörle dennoch positiv auf die gebrachte Leistung blicken. „Wir können uns keinen Vorwurf machen was Kampf, Laufbereitschaft und Willen betrifft“, sagte beispielswiese Sara Däbritz im Anschluss. Lediglich „an den klaren Torchancen“ habe es gefehlt. Ähnlich sah es auch ihr Trainer: „Wir haben das Spiel lange offenhalten können, das gibt mir Hoffnung.“

Keine Zeit zum Grübeln

Gegen den amtierenden Pokalsieger gelang es den Bayern größtenteils, den Ball vom eigenen Tor fern zu halten. Erst gegen Ende der Partie kamen die Gäste zu Tormöglichkeiten, die sie dann aber „eiskalt ausgenutzt“ haben, wie Däbritz enttäuscht anmerkte. Gut, dass es bereits vier Tage später in der Bundesliga die Chance zur Wiedergutmachung gibt. „Es ist genial, dass man direkt wieder reagieren kann“, freut sich Wörle über diese Möglichkeit.

Obwohl der 35-Jährige bei der aktuellen Personalsituation auch nichts gegen „zwei Wochen Pause“ hätte. „Uns fehlen acht Spielerinnen, sechs davon sind Stammspielerinnen. Und daran wird sich auch für die nächsten fünf Spielen nichts ändern.“ Simone Laudehr, Nora Holstad, Melanie Leupolz, Stefanie van der Gragt, Mana Iwabuchi, Anna Gerhardt, Viktoria Schnaderbeck und Sarah Romert stehen dem Meistertrainer nicht zur Verfüguing.

Zwei Titelchancen wahren

Davon wollen sich die Bayern-Frauen aber nicht unterkriegen lassen und Spielführerin Melanie Behringer gab sofort nach dem Pokalspiel die Marschroute vor. „Der Pokal ist zwar jetzt weg, aber wir sind noch in zwei Wettbewerben dabei. Da müssen wir angreifen.“ Am Donnerstag nach dem Ligaspiel gegen Wolfsburg steht schon das Viertelfinal-Hinspiel in der UEFA Champions League gegen Paris Saint-Germain an.

Um dafür Selbstvertrauen zu tanken wäre ein gutes Ergebnis bei den Wölfinnen wichtig. Doch das ist sicherlich nicht die einzige Motivation. In der Allianz Frauen-Bundesliga liegen die Bayern nur einen Punkt hinter dem kommenden Gegner auf Platz drei, auf Spitzenreiter Turbine Potsdam sind es drei Zähler. „Wir wollen oben dranbleiben und einen Champions-League-Platz (mindestens Platz zwei, Anm. d. Red) haben“, betont Däbritz, die außerdem noch einen weiteren Aspekt anspricht: „Keiner will zwei Mal hintereinander gegen eine Mannschaft verlieren.“

Damit das nicht passiert, müssen laut der 22-Jährigen „Kampf und Einstellung genau so sein“ wie am vergangenen Mittwoch. „Vielleicht noch einen Tick mehr. Auch im Spiel mit dem Ball müssen wir uns steigern, um klare Torchancen zu kreieren.“