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Bundesliga 9. Spieltag
Allianz Arena, München
  • 13' Benjamin Pavard
  • 53' Robert Lewandowski
FC Bayern München
2 : 1
(1:0)
1. FC Union Berlin
  • 86' Sebastian Polter
  • 13' Benjamin Pavard
  • 53' Robert Lewandowski
  • 86' Sebastian Polter
Aufsteiger Union Berlin zu Gast in München

Bayern wollen zurück an die Tabellenspitze

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Weiter, immer weiter. Vier Tage nach dem Auswärtssieg in der Champions-League-Gruppenphase bei Olympiakos Piräus (3:2) geht es für den FC Bayern am Samstag wieder um Punkte in der Meisterschaft. Dabei bestreitet der Rekordmeister erstmals überhaupt ein Pflichtspiel gegen den Aufsteiger 1. FC Union Berlin (ab 15:30 im kostenfreien Webradio und Liveticker auf fcbayern.com).

„Wir haben die Aufgabe, das Spiel zu gewinnen. Wir wollen Tabellenführer werden, dementsprechend müssen wir agieren. Sowohl mit als auch gegen den Ball“, forderte Trainer Niko Kovač vor der Partie gegen den Tabellen-14. Nach zuletzt fünf Spielen mit jeweils zwei Gegentoren müsse sein Team die „vielen individuellen Fehler“ abstellen. „Wenn wir es schaffen, dass wir die Chancen und Gegentreffer der Gegner minimieren, dann werden wir solche Spieler auch ruhiger nach Hause fahren.“

Die Ausgangslage

Gerade einmal zwei Punkte trennen den Tabellenersten und -neunten nach acht Spieltagen - das gab es seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel noch nie. Durch das 2:2-Unentschieden in der Vorwoche in Augsburg verpasste der FC Bayern den Sprung an die Tabellenspitze. Dies können die Münchner nun mit einem Heimsieg gegen die Eisernen nachholen, zumal sich einige Konkurrenten in direkten Duellen gegenüberstehen und damit die Punkte gegenseitig wegnehmen. 

Der Gegner

Zum ersten Mal in der über 50-jährigen Vereinshistorie gelang Union Berlin im vergangenen Jahr der Aufstieg in die Bundesliga. In der Relegation setzten sich die Hauptstädter gegen den VfB Stuttgart durch und sind damit der insgesamt 56. Klub, der im Oberhaus spielt. Mit sieben Punkten aus den ersten acht Spielen starteten die Köpenicker passabel in die Saison und setzten vor allem mit ihren Heimsiegen gegen Borussia Dortmund (3:1) und den SC Freiburg (2:0) ein Ausrufezeichen. Auswärts jedoch holte Union erst einen Zähler aus drei Spielen.

Das Personal

Nachdem sich Niklas Süle in der Vorwoche in Augsburg das Kreuzband gerissen hatte muss der Rekordmeister nun auch noch auf Weltmeister Lucas Hernández verzichten, der sich in Piräus eine Bänderverletzung im rechten Sprunggelenk zugezogen hat und bereits operiert wurde. Neben den beiden Innenverteidigern muss Kovač auch auf Javi Martínez (Oberschenkelprobleme) sowie Fiete Arp (Kahnbeinbruch) verzichten. „Wir müssen eine Balance finden. Wir brauchen jeden Spieler, es darf keine Verletzung mehr passieren“, sagte der 48 Jahre alte Fußballlehrer, der wie im Fall des angeschlagenen Martínez „kein Risiko“ eingehen will. Dafür stehen Serge Gnabry, Michaël Cuisance und Lukas Mai zur Verfügung. „Wir werden eine schlagkräftige Truppe haben“, betonte Kovač und kündigte an, „frische Kräfte“ einzusetzen.

Das sagen die Trainer

Niko Kovač: „Wir erwarten, dass der Gegner sehr gut verteidigen und sehr engmaschig stehen wird, da müssen wir Lösungen finden. Das bedeutet, wir müssen die leichten Ballverluste abstellen, dann bekommst du eine Dominanz und Kontrolle des Spiels. Wir müssen vielleicht Geduld mitbringen, aber wir wollen gleich von Beginn an zeigen, dass wir das Spiel gewinnen möchten“

Urs Fischer: „Es besteht immer eine Chance. Dafür müssen wir unser Potenzial abrufen, bis ans Limit und darüber hinausgehen – und natürlich muss auch der Gegner mitspielen. Wenn die Bayern ihren besten Tag erwischen, wird es ganz schwierig. Aber das hat auch damit zu tun, wie wir auftreten: Wir wollen ihnen das Leben so schwer wie möglich machen. Unser Plan ist, sie unter Druck zu setzen und Fehler zu erzwingen. Wenn du es ihnen schwer machst, glaube ich, dass du eine Chance hast.“

Top-Fact zum Spiel

Die Rekordjagd von Robert Lewandowski geht in die nächste Runde. Der Torjäger traf an jedem der ersten acht Spieltage, das gelang in der Bundesliga-Geschichte zuvor nur Pierre-Emerick Aubameyang in der Saison 2015/16. Der Gabuner blieb damals in Spiel Nummer neun erstmals ohne Treffer – Lewandowski könnte mit einem weiteren Tor also einen neuen Rekord aufstellen. Am besten auf Vorlage von Thomas Müller - es wäre dessen 100. Assist in der Bundesliga. Damit wäre Müller der erste Spieler seit Datenerfassung (2004/05), der auf eine dreistellige Anzahl an Torvorlagen kommt.